Aachener Klinik-Erpresser: Knapp drei Jahre Haft für Bombendrohung

Aus akuter Not heraus versuchte ein notorischer Straftäter in einem Klinikum in Aachen von einer Kassiererin Geld zu erpressen. Der 67-Jährige drohte, fünf Sprengsätze zünden zu wollen. Jetzt wurde er zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.

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Angeklagter in Aachen: Erfolgloser Erpressungsversuch

Aachen - Wegen einer Bombendrohung gegen das Aachener Klinikum ist ein notorischer Straftäter zu zwei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der 67-jährige Mann hatte in der Kasse des Klinikums mit fünf Sprengsätzen und einem Kind als Geisel gedroht und Geld verlangt.

Als die Kassiererin sich weigerte, ihm Folge zu leisten, flüchtete der Mann. In einem Großeinsatz hatte die Polizei daraufhin das Krankenhaus durchkämmt. Später konnte die Polizei den Bombendroher mit Hilfe von Fahndungsfotos finden. Im Prozess räumte er die Tat ein.

Tatsächlich gab es die Bomben nicht, und der Täter hatte auch kein Kind in seiner Gewalt. "Alles Täuschung", sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Diewald am Montag. Er sprach von einer Spontantat. Das Aachener Landgericht wertete das Verbrechen als versuchten Betrug und nicht wie die Anklage als versuchte räuberische Erpressung. "Er hat ein ganzes Klinikum in Angst und Schrecken versetzt", sagte Diewald. Aber objektiv habe es keine Gefährdung gegeben.

ala/dpa

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