Aachener Ausbrecher JVA-Beamter wollte Hunderttausende Euro kassieren

Was kostet der Weg in die Freiheit? Der mutmaßliche Fluchthelfer der Aachener Gefängnisausbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski sollte für seine Dienste bis zu 200.000 Euro bekommen. Jetzt steht er vor Gericht.

dpa

Aachen - "Von 100.000 bis 200.000 Euro war die Rede", sagte der ehemalige JVA-Beamte am Montag vor dem Aachener Landgericht. Notfalls sollte der Geldtransfer über einen Anwalt der Aachener Gefängnisausbrecher Michael Heckhoff und Peter Paul Michalski abgewickelt werden, so der 41 Jahre alte Ex-Beamte. Er hatte den beiden Schwerkriminellen den Weg in die Freiheit wohl erst ermöglicht.

Nach dem spektakulären Ausbruch im November letzten Jahres hatten die Gangster auf ihrer tagelangen Flucht nacheinander fünf Menschen in ihre Gewalt gebracht. Es sei aber nie die Rede davon gewesen, dass sich die beiden das Geld bei Banküberfällen beschaffen wollten, sagte der Angeklagte, der schon zum Auftakt des Prozesses ein Geständnis abgelegt hatte. Woher das Geld dann hätte kommen sollen, ließ er offen.

jdl/dpa



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