Aberglaube Siebenjährige in Indien rituell geopfert

Grausiges Ritual für eine bessere Ernte: Zwei Männer haben nach Angaben der Polizei gestanden, ein siebenjähriges Mädchen getötet zu haben. In ihrem Aberglauben hatten sie sich von dem Mord die Gunst der Götter erhofft.


Raipur - In Indien ist ein siebenjähriges Mädchen nach Polizeiangaben rituell geopfert und seine Leber den Göttern dargeboten worden. Der Polizeichef des Distrikts Bijapur im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh sagte am Sonntag, zwei am Mittwoch festgenommene Männer hätten das Verbrechen gestanden. In ihrem Aberglauben hätten sie angenommen, durch das Opfer eine günstige Ernte herbeiführen zu können. Während eines Rituals hätten sie die Leber des Kindes den Göttern dargeboten.

Nach Angaben des Polizisten war die Leiche des Kindes im Oktober gefunden worden, nachdem seine Familie es eine Woche zuvor als vermisst gemeldet habe. In Chhattisgarh hatte es 2010 zwei Menschenopfer gegeben, berichtet "The Express Tribune" unter Berufung auf die Nachrichtenagentur AFP. In Westbengalen war in dem Jahr ein geköpfter Arbeiter in einem Tempel gefunden worden.

ore/AFP

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