Tod von Rockerboss Mucuk Ermittler gehen von zwei Tätern aus

Den Gießener Hells-Angels-Boss trafen im Oktober 17 Schüsse aus kurzer Distanz. Inzwischen ist klar: Es wurde aus zwei Waffen gefeuert.

Aygün Mucuk (Februar 2016)
DPA

Aygün Mucuk (Februar 2016)


Im Fall des erschossenen Gießener Hells-Angels-Chefs gehen die Ermittler inzwischen von mindestens zwei Tätern aus. Bei der Tat Anfang Oktober 2016 sei aus zwei Waffen gefeuert worden - darunter aus einer auffälligen Maschinenpistole.

Das berichtete der Gießener Staatsanwalt Thomas Hauburger am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY...ungelöst". Die Ermittler erhoffen sich von dem TV-Auftritt neue Erkenntnisse und insbesondere Hinweise zu den verwendeten Waffen.

Bislang war nur bekannt gewesen, dass Rockerboss Aygün Mucuk durch mindestens 16 Kugeln getötet worden war. In der Sendung wurde klar, dass den 45-Jährigen 17 Schüsse aus kurzer Distanz trafen. Tatort war das damalige Klubheim der Gießener Hells Angels im benachbarten Wettenberg. Mucuk galt als Führungsfigur der türkisch geprägten Hells Angels aus Mittelhessen.

Seit der Bluttat ermitteln Staatsanwaltschaft und Polizei innerhalb und auch außerhalb der Rockerszene nach den Tätern. Die Untersuchungen sind umfangreich und schwierig - auch, weil es nach Angaben der Ermittler um ein Milieu gehe, "wo die Kooperationsbereitschaft" gering sei.

wit/dpa

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