Al Banos und Romina Powers verschwundene Tochter 21 Jahre Ungewissheit

Was geschah mit Ylenia Carrisi, der Tochter von Al Bano und Romina Power? 1994 verschwand die junge Frau spurlos. Nach 21 Jahren kam nun Bewegung in den Fall.

imago/ Milestone Media

Eine neue Spur hatte Hoffnung gegeben, der Fall der verschwunden Tochter des Schlager-Duos Al Bano und Romina Power könne nach 21 Jahren doch noch aufgeklärt werden. Diese Hoffnung hat sich nun zerschlagen.

Im Januar 1994 war Ylenia Carrisi zum letzten Mal gesehen worden. Die älteste Tochter von Romina Power und Albano Carrisi, wie der Sänger mit bürgerlichem Namen heißt, war 24 Jahre alt, als sie verschwand.

In den folgenden Jahren wurde die junge Frau in den USA vermutet, in der Karibik, sogar in Deutschland. Noch 2011 bat ihre Mutter Romina Power in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY" um Hinweise. 2014 wurde Ylenia von den Behörden auf Antrag ihres Vaters für tot erklärt.

Vor wenigen Wochen tat sich eine neue Spur auf. In Florida waren 1994 die Überreste einer Frauenleiche am Straßenrand gefunden, jedoch nie identifiziert worden. Ermittler ließen ein Phantombild anfertigen. Im November baten Fahnder Al Bano und Romina Power sowie ihre Kinder, Speichelproben für einen DNA-Abgleich abzugeben. Der DNA-Abgleich ergab nun, dass es sich bei der getöteten Frau doch nicht um die Tochter des Schlagerpaars handelt.

Der zu lebenslänglicher Haft verurteilte achtfache Mörder Keith Hunter Jesperson stand im Verdacht, die Frau getötet zu haben. Er hat den makabren Spitznamen "Happy Face Killer". Konfrontiert mit dem neuen Phantombild habe Jesperson versichert, er habe die Frau, die Susanne hieß, umgebracht, sagten Fahnder. Das Bild habe Ähnlichkeit mit Ylenia, die sich zuletzt ebenfalls Susanne genannt hatte.

Zuletzt hatte Ylenia laut Presseberichten in einem heruntergekommenen Hotel in New Orleans mit einem Straßenmusiker zusammengelebt. Ein Verdacht gegen ihn erhärtete sich nie. Ein Zeuge gab an, beobachtet zu haben, wie Ylenia in einem Fluss Suizid begangen habe - auch dieser Verdacht konnte nicht bestätigt werden.

In den Jahren nach dem Verschwinden der Tochter war die Ehe von Al Bano und Romina Power zerbrochen. Al Bano sagte, er glaube, dass die Tochter ertrunken sei. Power hingegen gab die Suche nie auf.

Zumindest auf der Bühne sieht man beide jetzt wieder zusammen. Im August gaben sie ein gemeinsames Konzert in Deutschland. Auf der Berliner Waldbühne sangen sie ihren größten Hit "Felicità" - "Glück".

kes/dpa



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insgesamt 4 Beiträge
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Seite 1
sc.schmitt 10.12.2015
1. Warum Susanne?
Wenn jemand unter einem gänzlich anderen Vornamen lebt (statt einer Abwandlung des richtigen Namens, z. B. Lennie), könnte das auf psychische Probleme hinweisen. Also vielleicht eher Selbstmord?
ORAV 10.12.2015
2. Bewegung?
"Nach 21 Jahren kam nun Bewegung in den Fall" Wo denn? Welche Bewegung? Fehlt da ein Stück vom Artikel? Oder ist keine Bewegung auch eine Art der Bewegung? Und ich Hirni hab mich schon wieder mit haarsträubend falschen Appetizern ködern lassen.... Naja. Hauptsache der Traffic stimmt.;)
MTBer 10.12.2015
3. Stillstand!
Zitat von ORAV"Nach 21 Jahren kam nun Bewegung in den Fall" Wo denn? Welche Bewegung? Fehlt da ein Stück vom Artikel? Oder ist keine Bewegung auch eine Art der Bewegung? Und ich Hirni hab mich schon wieder mit haarsträubend falschen Appetizern ködern lassen.... Naja. Hauptsache der Traffic stimmt.;)
Stillstand ist auch eine Form von Bewegung - mit Geschwindigkeit Null. Quasi so langsam, dass man es mit bloßem Auge nicht erkennen kann!
feverpitch 11.12.2015
4. Problem
Zitat von sc.schmittWenn jemand unter einem gänzlich anderen Vornamen lebt (statt einer Abwandlung des richtigen Namens, z. B. Lennie), könnte das auf psychische Probleme hinweisen. Also vielleicht eher Selbstmord?
Ich habe in den USA schon ziemlich viele junge Frauen (aber auch Männer) kennen gelernt, die sich in der Altersgruppe, in der sich die Tochter von Al Bano und Romina Power befand, andere Vornamen gewählt haben, meist inoffiziell, manchmal aber offiziell. Scheint da nicht sooo ungewöhnlich zu sein. Oder war es zumindest in der Zeit ihres Verschwindens, in den frühen 90er Jahren, nicht. Schräger wäre es, wenn dieser Name von der Person z.B. an allen möglichen Plätzen hingeschrieben wird, an Wänden (und nicht in Form von Grafitti-Tags) etc. - das wäre für mich auch ein Hinweis auf ein Problem.
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