Alarm in Tschechien: Sprengsatz vor Ikea-Filiale in Prag entdeckt

Vor einem Möbelhaus des schwedischen Ikea-Konzerns ist ein Sprengsatz gefunden worden: Experten der Polizei entschärften die Bombe in Prag. Beide Filialen der Kette in der tschechischen Hauptstadt wurden evakuiert.

Hamburg - Experten der tschechischen Polizei haben einen Sprengsatz vor einer Ikea-Filiale in Prag entschärft. Das teilte eine Sprecherin der tschechischen Polizei am Freitag mit. Reinigungskräfte hätten den verdächtigen Gegenstand in einem Abfalleimer entdeckt. Ein Sprengstoffexperte habe das mit Drähten versehene Päckchen untersucht, die Bombe sei unschädlich gemacht worden.

Das Möbelhaus wurde nach Angaben der Polizei mit Spürhunden abgesucht, weitere Sprengsätze wurden nicht gefunden. Am späten Nachmittag ordneten die Behörden laut der Agentur CTK die Räumung beider Ikea-Filialen in Prag an. Hunderte Kunden mussten die Geschäfte verlassen. Der schwedische Möbelkonzern betreibt in Tschechien insgesamt vier Filialen, zwei davon in Prag und jeweils eine in Brünn und Ostrau.

Ob ein Zusammenhang mit ähnlichen Fällen in Westeuropa besteht, ist unklar. Anfang Juni war in der Küchenabteilung des Dresdner Ikea-Hauses ein kleiner Sprengsatz detoniert. Es entstand geringer Sachschaden, zwei Kunden erlitten ein Knalltrauma. Nach dem Anschlag waren mehrere Bekennerschreiben per E-Mail aufgetaucht.

Auch bei Ikea-Filialen in den Niederlanden, in Frankreich und in Belgien waren Ende Mai kleine Sprengkörper explodiert, ohne jedoch größere Schäden anzurichten. Die Motive sind in allen Fällen unklar. Der schwedische Konzern hat als Konsequenz die Sicherheitsmaßnahmen in allen europäischen Filialen verschärft.

wit/dpa

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1. Was soll das?
Manjo 03.09.2011
Ich bin der Meinung, dass man tschechische Städte auch beim richtigen Namen nennen sollte. Demnach liegen die Filialen in Brno und Ostrawa. Oder will uns der Spiegel vielleicht auf zukünftig wieder deutsche Städte einstimmen?
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