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Iditarod-Rennen in Alaska: Mann überfährt Schlittenhunde mit Schneemobil

AP

Das Iditarod in Alaska ist das wohl härteste Hundeschlittenrennen der Welt. Diesmal gab es einen tragischen Unfall: Ein Mann raste mit einem Schneemobil in zwei Gespanne. Warum?

Das berühmte Hundeschlittenrennen Iditarod in Alaska führt fast 1600 Kilometer durch die Wildnis. Nulato ist einer der wenigen Orte an der Rennstrecke. Rund 300 Menschen leben in der kleinen Gemeinde am Ufer des Yukon - und einer ist Samstagnacht mit seinem Schneemobil in zwei Gespanne gerast. Dabei wurden ein Hund getötet und drei weitere verletzt.

Die Polizei nahm den 26-jährigen Fahrer des Schneemobils fest. Dem lokalen Fernsehsender KTTU sagte Arnold D., er sei betrunken gewesen und könne sich an nichts erinnern. Er sei nach Hause gefahren und habe sich schlafen gelegt. Als er aufwachte, habe er in den Nachrichten von dem nächtlichen Unfall gehört. Dass er in diesen verwickelt gewesen war, sei ihm erst klar geworden, als er die Blutspuren an seinem Schneemobil gesehen habe.

"Ich habe einen Fehler gemacht. Ich hätte nicht mehr fahren sollen", so D. "Alkohol ruiniert mein Leben." Er habe aber nicht vorsätzlich gehandelt.

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Iditarod: Betrunkener rast in Hundegespanne

Die Schlittenhundeführerin Aliy Zirkle hatte angegeben, D. habe sie umbringen wollen. Er habe mehrere Attacken auf sie gefahren, einer ihrer Hunde wurde dabei verletzt. Kurz darauf kollidierte D. mit dem Hundeschlitten von Jeff King. Einer seiner Hunde war sofort tot, zwei andere erlitten Verletzungen.

Auch King geht von einem absichtlichen Angriff aus. Man habe seinen Schlitten auch in der Nacht gut sehen können: "Wir hatten Lichter und Reflektoren."

Zirkle und King wollen das Rennen fortsetzen. Zirkle führte das Rennen zum Zeitpunkt des Unfalls an, King war auf Platz zwei.

vet/AP

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insgesamt 21 Beiträge
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1. mal wieder Alkohol im Spiel!
Spiegelleserin57 13.03.2016
auch hier zeigt sich dass Alkohol eine Droge ist. Wann endlich wird auch in Deutschland erkannt dass dies Fakt ist. Es kostet vielen Menschen das Leben und die Kassen müssen enorme Kosten aufwenden für die Therapien und Transplantationen. Die Rückfallquote liegt über 50% und trotzdem ist immer der Alkohol gesellschafsfähig durch alle Gesellschaftsschichten obwohl er so viele Opfer fordert.
2. WeltMeldung!?!
granathos 13.03.2016
mir tut das natürlich sehr sehr leid um den armen Hund. Ich liebe Hunde. Aber ist das nun eine WeltMeldung!?!
3. Es ist mittlerweile nicht mehr zu ertragen, das Menschen
kasam 13.03.2016
die Tote hinterlassen, sei es Mensch oder Hund oder andere Lebewesen, sich mit Alkohol im Blut für Unschuldige Opfer halten. Jeder kann aufhören und kennt seine Grenzen. Jeder sollte für das was er getan hat, mit oder ohne Alkohol bestraft werden und zum Opferausgleich herangezogen werden. Keine Weichspülerei der Gesetze. Sonst könnte sich jeder die Flasche an den Kopf halten und Menschen und Tiere töten und danach sagen----sorry, es war der Alkohol, ich jedoch nicht.---Keine faulen Ausreden mehr. Wer mehr säuft als er vertragen kann, der muss auch die Verantwortung und Konsequenzen tragen.
4. Tragischer Unfall
knok 13.03.2016
Eine traurige Meldung, ja, aber Unfälle unter Alkoholeinfluss geschehen leider täglich. Ich würde mir die Betroffenheit über den Tod eines Hundes auch dann wünschen, wenn hunderte Menschen im Mittelmeer ertrinken, zehntausende Menschen auf dieser Welt versklavt und ermordet werden und die Antwort vieler Europäer und US-Amerikaner darauf ist, diese Leute lieber erschießen zu lassen anstatt den Menschen zu helfen...
5. Vorurteile...
d.enkmalwieder 13.03.2016
Wie lange hält sich das Vorurteil noch das das Iditarod das härteste Hundeschlittenrennen der Weilt ist? Es ist das älteste Rennen mit dem größten Prestige aber nicht das härteste. Der nur unwesentlich kürzere Yukon Quest (über 1000 Meilen) zwischen Fairbanks und Whitehorse findet immer im Februar statt und gilt unter Mushern als das schwerste Rennen überhaupt.
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