Baden-Württemberg Sexualstraftäter soll kurz nach Haft Kind missbraucht haben

Weil er eine Fünfjährige missbraucht haben soll, sitzt ein Mann in Baden-Württemberg in Untersuchungshaft. Sein Arbeitgeber soll der Mutter des Kindes Schweigegeld geboten haben.


Vor wenigen Monaten wurde er aus der Haft entlassen, nun soll ein vorbestrafter Sexualstraftäter in Baden-Württemberg ein fünfjähriges Mädchen missbraucht haben. Der 38-Jährige hatte wegen mehrfachen Kindesmissbrauchs fünf Jahre und neun Monate im Gefängnis gesessen - und war im November 2017 freigekommen, wie die Staatsanwaltschaft Tübingen mitteilte.

Obwohl der Mann laut Staatsanwaltschaft und Polizei ein Kontaktverbot zu weiblichen Kindern und Jugendlichen hatte, traf er am Samstag in Altensteig eine Arbeitskollegin und deren Tochter. An ihrem Wohnort, einem ehemaligen Hotel, in dem Zimmer vermietet werden, spielte er nach Angaben der Ermittler mit dem Mädchen und zog sich mit ihm allein in ein Zimmer zurück. Dort soll der Mann das Kind unsittlich berührt haben.

Die Mutter des Mädchens erstattete am Sonntag Anzeige wegen sexuellen Missbrauchs ihres Kindes. Der Mann sitzt seit Montag in Untersuchungshaft. Er stehe unter Führungsaufsicht und sei als rückfallgefährdet eingestuft gewesen, hieß es.

Die zwei- bis fünfjährige Führungsaufsicht soll Verurteilten den Übergang in die Freiheit erleichtern und verhindern, dass sie neue Taten begehen. Dazu werden ihnen Bewährungshelfer zur Seite gestellt. Eine Überwachung durch die Polizei ist nicht vorgesehen.

Der Mutter des Mädchens sei vom Arbeitgeber des Verdächtigen ein Geldbetrag geboten worden, falls sie die Anzeige wieder zurücknehme, teilten die Ermittler mit. Daraufhin seien der Arbeitgeber und dessen Ehefrau wegen versuchter Strafvereitelung vorläufig festgenommen worden. Sie kamen inzwischen wieder frei.

wit/dpa



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