Amokdrohung: Polizei nimmt Berufsschüler fest

Ein Berufsschüler ist im sächsischen Zwickau nach einer Gewaltdrohung im Klassenzimmer festgenommen worden. Nach ersten Erkenntnissen handelte es sich um eine "Frustreaktion" des Schülers, wie die Ermittler mitteilten.

Polizisten vor der Berufsschule in Zwickau: "Frustreaktion" des SchülersZur Großansicht
DDP

Polizisten vor der Berufsschule in Zwickau: "Frustreaktion" des Schülers

Zwickau - Die Schulleitung hatte die Polizei informiert, nachdem der Schüler vor einem Lehrer eine Gewalttat angedroht hatte, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Die Drohung sei offenbar "eine Frustreaktion des Schülers auf disziplinarische Maßnahmen wegen Zuspätkommens" gewesen. Die Polizei, die mit 14 Beamten im Einsatz war, habe den unbewaffneten jungen Mann während des Unterrichts in Gewahrsam genommen.

Wahrscheinlich habe "keine Ernsthaftigkeit" hinter der Drohung gesteckt, sagte der Polizeisprecher. Der Schüler werde nun vernommen. Es lägen keine Hinweise vor, dass er eine Gewalttat geplant hatte. Ein Sprecher des Innenministeriums hatte zuvor von einer "mündlichen Drohung, wie wir sie häufig haben", gesprochen.

jdl/ddp

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insgesamt 1017 Beiträge
capu65 19.09.2009
Die meisten jugendlichen Gewalttäter werden sich nicht von Videokameras aufhalten lassen. Diese denken nicht rational in solchen Momenten. Alkohol, Drogen und das wichtigste, Testosteron sind stärker als der Gedanke an [...]
Zitat von sysopGewalt auf U-Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen erregt Bürger und Politiker. Lösungen und Prävention werden heftig diskutiert. Immer wieder ein Favorit ist die lückenlose Videoüberwachung von Gewalt-Brennpunkten. Kann sie entscheidend zur Lösung des Problems Jugendgewalt beitragen?
Die meisten jugendlichen Gewalttäter werden sich nicht von Videokameras aufhalten lassen. Diese denken nicht rational in solchen Momenten. Alkohol, Drogen und das wichtigste, Testosteron sind stärker als der Gedanke an Videokameras.
discipulus 19.09.2009
Video-"Überwachung" ist die Methode des repressiven Staates, der Diktaturen jeglicher Farbschattierung. Sinnvoller wäre, es Kamera-Attrappen aufzustellen vergleichbar mit den Notrufsäulen-Attrappen auf den Strecken [...]
Zitat von sysop... Immer wieder ein Favorit ist die lückenlose Videoüberwachung von Gewalt-Brennpunkten.
Video-"Überwachung" ist die Methode des repressiven Staates, der Diktaturen jeglicher Farbschattierung. Sinnvoller wäre, es Kamera-Attrappen aufzustellen vergleichbar mit den Notrufsäulen-Attrappen auf den Strecken der Bayerischen Oberlandbahn wie beim Mord in München-Solln dokumentiert.
caillebotte 19.09.2009
auch wenn ich einen Beitrag aus einem anderen Thread sinngemäß wiederhole. Sehr lange, bevor der Mord an Herrn Brunner passiert war hatte ich das Problem, auf dem U-Bahnhof Münchener Freiheit zu stehen, als jugendliche anfingen, [...]
Zitat von sysopGewalt auf U-Bahnhöfen und anderen öffentlichen Plätzen erregt Bürger und Politiker. Lösungen und Prävention werden heftig diskutiert. Immer wieder ein Favorit ist die lückenlose Videoüberwachung von Gewalt-Brennpunkten. Kann sie entscheidend zur Lösung des Problems Jugendgewalt beitragen?
auch wenn ich einen Beitrag aus einem anderen Thread sinngemäß wiederhole. Sehr lange, bevor der Mord an Herrn Brunner passiert war hatte ich das Problem, auf dem U-Bahnhof Münchener Freiheit zu stehen, als jugendliche anfingen, dort eine veritable Schlägerei unter Anwendung asiatischer Kampftechniken aufzuführen - und das war KEINE SHOW! Die von mir per Notruf auf dem perfekt videoüberwachten Bahnhof gerufene Polizei war auch nach ca. 15 Minuten noch nicht da. Ich habe mich dann "diskret zurückgezogen" weil ich keine Lust hatte totgeschlagen zu werden, wenn sich schon die Polizei nicht blicken lässt, die es ob ihrer Bewaffnung etwas einfacher hat da einzugreifen als jemand, der nicht mal einen weissen Gürtel in Karate hat :-) Von daher - ähnlich, wie es Herrn Oberst Klein in Afghnistan gerade ging - wenn man qualifiziert etwas verhindern will, braucht man nicht nur Aufklärung, sondern auch Bodentruppen in ausreichender Menge. Videokameras ohne Poliziei, die auch eingreift sind SINNLOS. Und wenn ich es den Diskussionen hier richtig entnommen habe: * Stellen bei der Polizei werden gestrichen * offensichtlich zu viel Verwaltung und zu wenig Beamte auf der Strasse * Video ist da nur ein billiges Placebo für die Bevölkerung - das leider noch üble Nebenwirkungen hat. Und zum Schluss noch einer: War neulich mal in England - habe abends BBC Nachrichten geschaut. Da hatten sie an einem Abend zwei perfekte Filme von Morden - schön auf Video - nur die Opfer waren leider - na was - TROTZDEM TOT! In GB haben sie jetzt sehr viele Mordvideos - aber leider auch nicht weniger Opfer.
romy88 19.09.2009
Ich würde gern eure Meinung wissen, auch wenn ihr keine Hintergründe wisst. Denkt ihr dass die Polizei zu spät reagiert hat und eher am Bahnsteig hätte eintreffen sollen ,immerhin sind es zw. Donnersb. Br. und Solln noch 4 [...]
Ich würde gern eure Meinung wissen, auch wenn ihr keine Hintergründe wisst. Denkt ihr dass die Polizei zu spät reagiert hat und eher am Bahnsteig hätte eintreffen sollen ,immerhin sind es zw. Donnersb. Br. und Solln noch 4 stationen oder tragen die beamten keine mitschuld ,weil es nicht unmöglich ist so schnell von A nach B zu kommen,was meint ihr?
shakowsky 19.09.2009
Man sollte da denke ich auch mal die Kirche im Dorf lassen. Dank einer (durch die Medien, auch den Spiegel) massiv begünstigten Befindlichkeit in Deutschland ist ANGST das vorherrschende Lebensgefühl des grössten Teils der [...]
Man sollte da denke ich auch mal die Kirche im Dorf lassen. Dank einer (durch die Medien, auch den Spiegel) massiv begünstigten Befindlichkeit in Deutschland ist ANGST das vorherrschende Lebensgefühl des grössten Teils der Bevölkerung. Mit ANGST lässt sich nämlich blendend Auflage machen, Angst vor Moslems, Milben, Jugendlichen, Feinstaub, Kopfhörern, ungewaschenem Obst... Wenn sich Jugendliche prügeln, muss man weder einschreiten, noch die Polizei rufen. Das tun Jungs seit hunderttausenden von Jahren. Wenn Leute, die am Boden liegen, zusammengetreten werden, dann MUSS man einschreiten, und wenn die Täter von Solln jeweils 10 Jahre kriegen, würde ich jeden Zeugen ohne wenn und aber zur Hälfte davon verdonnern, etwas erbärmlicheres als 15 Leute, die zuschauen, wie ein einzelner von zwei Kindern totgeschlagen wird, lässt sich nur schwer vorstellen. Und nein, wenn ich dem Mann helfe, muss ich eben NICHT um mein eigenes Leben fürchten, denn allein das Schaffen einer zwei gegen zwei Situation (geschweige denn einer 15 gegen zwei Situation) hätte die ganze Sache in Null Komma Nix aufgelöst. Video Überwachung verhindert - siehe England - gar nichts. Weniger "Wegschauen aus Angst, involviert zu werden" - Mentalität, wie sie das Opfer gezeigt hat (leider als einziger und daher mit diesem tragischen Ausgang) ändert alles. DAS ist der wahre Skandal, die Gaffer. Übrigens...letztes Jahr hat hier in Mü-Neuperlach ne Mädchengang jemanden stationär ins Krankenhaus befördert, das ist kein reines (wenn auch zugegeben ein überwiegendes9 Testosteron Phänomen. Das hat eher was mit nicht vermittelten Werten zu tun. Und solange in München grossangelegte Razzien auf Fahrradfahrer, die auf der falschen Strassenseite fahren, veranstaltet werden, solange Strafverfahren für den Besitz winziger Cannabiskrümel eingeleitet werden, solange die Hauptbeschäftigung der Beamten das Verteilen von Strafzetteln ist und solange die lieben Fernsterbank Bürger lieber die Polizei anrufen, als selber mal Farbe zu bekennen in ihren Gartenzaunkonflikten, solange sehe ich auch keinen Bedarf an mehr Beamten. Die sollten halt mal aufhören, Greifertrupps am Bahnhof hinter Schulschwänzern herzuschicken, dann kommen sie auch mit der Arbeit hinterher.
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