Massaker in Newtown: Täter hatte mehr Waffen als bisher bekannt

Warum stürmte ein 20-Jähriger in die Sandy-Hook-Grundschule in Newtown und schoss um sich? Auf der Suche nach einem Motiv haben Ermittler die Wohnung des Täters und seinen Wagen durchsucht. Vor Gericht wurden nun neue Details bekannt.

Newtown - Die Frage nach dem "Warum" ist immer noch nicht geklärt, sie wird es vermutlich nie sein. Um sich einer Antwort wenigstens anzunähern, haben Ermittler im Fall Newtown auch die Wohnung und das Auto des 20-jährigen Attentäters untersucht. Über die Ergebnisse durfte bisher nicht berichtet werden, nun lief diese Sperrfrist ab.

Den Gerichtsunterlagen zufolge hatte der Täter mehr Waffen als bisher bekannt, außerdem einen großen Vorrat an Munition. In dem Haus des 20-Jährigen seien zudem Zertifikate der Waffenlobby National Rifle Association gefunden worden: eines ausgestellt auf den Namen des Täters, das andere auf den seiner Mutter.

Der 20-Jährige hatte am 14. Dezember zuerst seine Mutter erschossen und war anschließend mit drei Waffen zur Sandy-Hook-Grundschule gefahren. Dort tötete er 26 Menschen, darunter 20 Kinder. Dann erschoss er sich selbst. Laut den Gerichtsunterlagen geschah das Massaker in der Schule binnen fünf Minuten. Der Täter habe eine schusssichere Weste und Tarnkleidung getragen. Er habe sein Zuhause nur selten verlassen und sich die Zeit mit gewalttätigen Videospielen vertrieben.

Die Untersuchungen zum Fall sollen frühestens im Juni abgeschlossen sein.

aar/Reuters/AP

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1. Videospiele . . .
DDM_Reaper20 28.03.2013
Zitat von sysopWarum stürmte ein 20-Jähriger in die Sandy-Hook-Grundschule in Newtown und schoss um sich? Auf der Suche nach einem Motiv haben Ermittler die Wohnung des Täters und seinen Wagen durchsucht. Vor Gericht wurden nun neue Details bekannt. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/amoklauf-in-newtown-gericht-gibt-neue-unterlagen-frei-a-891556.html
. . . haben alleine noch keinen Menschen zum Mörder gemacht. Da greifen viele anderen Faktoren. Gewaltspiele und -Filme sind EIN Faktor, aber ein geistig gesunder Mensch, der in einem intakten Umfeld aufwächst bzw. lebt, wird NICHT zum Mörder. Es gibt zig Millionen Menschen, die solche Spiele spielen, ohne anderen Menschen auch nur ein Haar zu krümmen. Frage mich also, warum der Schreiberling vom SPIEGEL unbedingt erwähnen musste, dass Spiele gefunden wurden. Und? Brot wurde auch gefunden, wird der Ar... nämlich auch gegessen haben. Wenn sich das jetzt aggressiv liest: Mir geht auf den Zeiger, dass immer gleich gegen Videospiele geschossen wird. Weder "lernt" man in einem Spiel das Töten, noch das Schießen oder sonst irgendwas. Kranke gibt es immer, die sich daran aufgeilen, aber das heißt nicht, dass diese Spiele dafür verantwortlich seien.
2. Aber das gesellschaftliche Klima ...
Anton 100 28.03.2013
Zitat von DDM_Reaper20. . . haben alleine noch keinen Menschen zum Mörder gemacht. Da greifen viele anderen Faktoren. Gewaltspiele und -Filme sind EIN Faktor, aber ein geistig gesunder Mensch, der in einem intakten Umfeld aufwächst bzw. lebt, wird NICHT zum Mörder. Es gibt zig Millionen Menschen, die solche Spiele spielen, ohne anderen Menschen auch nur ein Haar zu krümmen. Frage mich also, warum der Schreiberling vom SPIEGEL unbedingt erwähnen musste, dass Spiele gefunden wurden. Und? Brot wurde auch gefunden, wird der Ar... nämlich auch gegessen haben. Wenn sich das jetzt aggressiv liest: Mir geht auf den Zeiger, dass immer gleich gegen Videospiele geschossen wird. Weder "lernt" man in einem Spiel das Töten, noch das Schießen oder sonst irgendwas. Kranke gibt es immer, die sich daran aufgeilen, aber das heißt nicht, dass diese Spiele dafür verantwortlich seien.
Aber das gesellschaftliche Klima in einer Gesellschaft, die solche Spiele für gut und richtig hält, die also Beschäftigung mit Gewalt als Zeitvertreib vielleicht nicht nur toleriert, sondern sogar schätzt, ist krank. Und wie, verehrter Reaper_20, rechtfertigen Sie Ihre nicht einmal versteckten verbalen Gewalt-Ansätze wie z.B. "Schreiberling" statt Journalist, nur weil Ihnen die ganze Richtung nicht passt, oder "geht mir auf den Zeiger" ...? Es ist traurig, so etwas lesen zu müssen und dazu noch von dem Schreiber (nicht "Schreiberling") vorgegaukelt zu bekommen, seine Meinung sei die normalste der Welt. Es sind ja nicht nur "Kranke, die sich daran aufgeilen", sondern schauen Sie doch bitte einmal in den Spiegel (an Ihrer Wand, nicht auf dem Bildschirm).
3. Korrekt!
a_friend 28.03.2013
Zitat von DDM_Reaper20. . . haben alleine noch keinen Menschen zum Mörder gemacht. Da greifen viele anderen Faktoren. Gewaltspiele und -Filme sind EIN Faktor, aber ein geistig gesunder Mensch, der in einem intakten Umfeld aufwächst bzw. lebt, wird NICHT zum Mörder. Es gibt zig Millionen Menschen, die solche Spiele spielen, ohne anderen Menschen auch nur ein Haar zu krümmen. Frage mich also, warum der Schreiberling vom SPIEGEL unbedingt erwähnen musste, dass Spiele gefunden wurden. Und? Brot wurde auch gefunden, wird der Ar... nämlich auch gegessen haben. Wenn sich das jetzt aggressiv liest: Mir geht auf den Zeiger, dass immer gleich gegen Videospiele geschossen wird. Weder "lernt" man in einem Spiel das Töten, noch das Schießen oder sonst irgendwas. Kranke gibt es immer, die sich daran aufgeilen, aber das heißt nicht, dass diese Spiele dafür verantwortlich seien.
Leider paßt dieser multifaktorielle Ansatz nicht in das Denkschema des weit verbreiteten Homo simplicissimus, der gerne EINEN EINZIGEN Auslöser finden möchte, an statt sich mühsam mit der Komplexität des Umfelds auseinanderzusetzen...
4.
townsville 28.03.2013
NIEMAND hat JEMALS behauptet, es seien allein Gewaltverherrllichende Computerspiele, die solche Ausraster verursachen. Das sind Strohmannargumente von Gamern, die damit Argumente widerlegen, die nie jemand verwandt hat. Aber die Gewöhnung an Gewalt kann bei entsprechend veranlagten Menschen durchaus ein entscheidendes Element in einer Gewaltlarriere bis hin zum Amoklauf sein.
5. Leugnen ist lächerlich
kugelsicher99 28.03.2013
Zitat von a_friendLeider paßt dieser multifaktorielle Ansatz nicht in das Denkschema des weit verbreiteten Homo simplicissimus, der gerne EINEN EINZIGEN Auslöser finden möchte, an statt sich mühsam mit der Komplexität des Umfelds auseinanderzusetzen...
1.) Kommt dass vielen Freunden der Killerspiele nur so vor, als würden die Kritiker diese als EINZIGE Ursache ansehen. Verzerrte Wahrnehmung nenne ich das. 2.) Natürlich weiß ich, dass es multifaktoriell ist. Aber die Verteidiger sollten endlich mal zur Kenntnis nehmen, dass ALLE diese Täter, zum Teil exzessiv diese ach so harmlosen Dinger ausgeübt haben. Und zu behaupten, jaja, es spielen eben auch alle diese Spiele, deshalb diese Korrelation, ist auch daneben gegriffen. Dem ist natürlich nicht so. Und der Brot Vergleich ist so dämlich, dass ich nur noch hoffnungslos den Kopf schütteln kann. Der sagt eigentlich schon viel über den geistige Zustand dieser "Szene" aus. Breivik hat es euch doch ins Stammbuch geschrieben: Übt mit den Dingern und bereitet euch damit auf die Tat vor. Wenn 99,99% der Zocker dieses virtuellen Schlachtens nicht zu Täter werden, reichen aber eben leider diese restlichen 0,01% aus, bei denen diese Schooter eben ein nicht unerheblicher Stein im multifaktorliellen Puzzle ist. Und wenn ich dann sehe, dass sich schon 12j. (natürlich unerlaubt) mit solchen "Spielen" den präfrontalen Kortex verstrahlen, graut es mir und ich weiß warum *u.a.* die Brutalität bei Jugendlichen so enorm gestiegen ist im Vergleich zu früher.
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