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Amoklauf von Winnenden: Die Stille nach den Schüssen

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Sein Sohn tötete 15 Menschen, verletzte 11 weitere und erschoss sich dann selbst: Jetzt steht Jörg K. vor Gericht. Begünstigte er den Amoklauf von Winnenden, weil er die Tatwaffe nicht sicher genug verwahrte? Bislang schweigt er - doch die Angehörigen der Opfer verlangen eine Antwort.

Amoklauf von Winnenden: "Eine ehrliche Entschuldigung" Fotos
DPA

Hamburg - Als Jörg K. am 11. März 2009 nach Hause kam, hatten Dutzende Polizisten vor seiner Wohnung Stellung bezogen. Panisch sei er beim Anblick der Beamten geworden, weil er gleich an die vielen Waffen gedacht habe, die sich in seinem Tresor befanden, sagte der Sportschütze später den Ermittlern. Da wusste er bereits, dass die Beretta 92 FS, die er in seinem Schlafzimmerschrank aus Angst vor Einbrechern unter Pullovern versteckt hatte, zur Tatwaffe eines Massakers geworden war, das sein Sohn Tim angerichtet hatte.

15 Tote und elf zum Teil schwer Verletzte - so die schreckliche Bilanz des Schul-Amoklaufs in Baden-Württemberg, der ganz Deutschland alarmierte und wesentlich zu einigen Änderungen des Waffengesetzes beitrug. Der 17-jährige Täter richtete sich nach einer stundenlangen Verfolgungsjagd mit der Polizei selbst. Ab Donnerstag muss sich sein Vater, der schwäbische Unternehmer Jörg K., nun vor dem Landgericht Stuttgart verantworten - wegen fahrlässigen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Erstmals muss sich damit in Deutschland ein Angeklagter den Richtern stellen, der zwar nicht aktiv an einem Amoklauf beteiligt war, ihn durch sein Verhalten aber begünstigt haben soll.

Dass der Prozess überhaupt stattfindet, ist der Intervention des Generalstaatsanwalts Klaus Pflieger zu verdanken. Ursprünglich hatte die Staatsanwaltschaft Stuttgart Strafbefehl erlassen und damit dem Angeklagten eine öffentlichkeitswirksame Hauptverhandlung ersparen wollen. Doch Pflieger war der Überzeugung, bei dem Verfahren gehe es auch um eine "Generalprävention" und mithin um Abschreckung. Er forderte Anklageerhebung wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Zwar ließ die zuständige Kammer die Anklage zu. Sie hat jedoch in einer rechtlichen Bewertung bereits anklingen lassen, dass man lediglich von einer Verurteilung wegen fahrlässigen Verstoßes gegen das Waffengesetz ausgeht, was mit höchstens einem Jahr Haft bestraft wird. Eine fahrlässige Tötung sei dem Vater im Strafprozess nur nachzuweisen, wenn ausschließlich seine Pflichtverletzung die tödlichen Schüsse ermöglichte.

Die zentralen Fragen im Prozess sind:

  • Jörg K. verwahrte die Tatwaffe und zwei Magazine mit Patronen offen zugänglich im Haus. War diese Fahrlässigkeit die Ursache der Katastrophe? Oder wäre es auch zu dem Amoklauf gekommen, wenn der Vater alles ordnungsgemäß im Waffentresor verstaut hätte?
  • Kannte Tim K. den Code für den Waffentresor? Zeugen berichteten, der 17-Jährige habe sich damit gebrüstet, die achtstellige Zahlenkombination aus dem Geburtstag seines Vaters und dem Geburtsmonat der Mutter zu wissen - sein Vater bestritt dies gegenüber den Ermittlern vehement. Allerdings soll der Code mit dem für die Alarmanlage des Hauses übereingestimmt haben, und den könnte Tim zweifelsohne gekannt haben. Insgesamt hatte der Amokläufer am Tag des Amoklaufs 285 Patronen dabei - so viel Munition lag aber nicht offen in der Wohnung herum.
  • Hat der Vater von den Gewaltphantasien seines Sohnes gewusst, die dieser einer Psychotherapeutin bereits 2008 anvertraut hatte? War ihm bekannt, dass Tim in einer der fünf Probesitzungen von "so einem Hass auf die Menschheit" sprach, von dem Wunsch, "alle Menschen zu erschießen"? Nein, sagt der Vater, man habe ihm das nie gesagt. Die Psychotherapeutin kam zu einer Vielzahl von Diagnosen - Verdacht auf atypischen Autismus, Zwanghaftigkeit und Spielsucht, auch von einer schizophrenen Psychose soll die Rede gewesen sein. Dennoch erklärte die Ärztin knapp ein halbes Jahr vor der Bluttat, dass bei Tim K. keine Eigen- oder Fremdgefährdung vorliege. Jörg K. sagte den Ermittlern, man habe ihm signalisiert, dass sich die Probleme mit der Zeit "auswachsen" würden. Er und seine Frau seien erleichtert gewesen, dass nichts Gravierendes vorlag.

Jenseits der Fragen, die im Verfahren geklärt werden müssen, gibt es zahlreiche weitere, auf die aber vermutlich keine Antwort gefunden werden wird:

  • Wieso darf jemand Dutzende Schusswaffen in einem Haus aufbewahren, in dem Kinder leben?
  • Wieso dürfen Minderjährige in Sportschützenvereinen überhaupt den Umgang mit Waffen lernen?
  • Wieso wundert sich ein Vater, dass sein Sohn zur Waffe greift, wenn er ihm doch selbst das Schießen beigebracht und jahrelang vorgelebt hat, dass Waffen etwas Interessantes, ja Begehrenswertes und Kostbares sind, etwas, das im Tresor aufbewahrt wird und im Ernstfall vor Einbrechern und anderen Übergriffen aus einer feindlich gesinnten Außenwelt schützt?

"Die Eltern des Täters müssen sich stellen"

"Meine Mandanten sind froh, dass es den Prozess überhaupt gibt", sagt Anwalt Jens Rabe aus Waiblingen, der die Eltern von fünf getöteten und drei verletzten Schülern vertritt. "Sie wissen, dass es sehr anstrengend wird, aber sie wollen das auf sich nehmen." Natürlich hofften die Angehörigen, dass es zu einer Verurteilung kommt. "Aber auch die individuelle Aufarbeitung spielt eine große Rolle", sagte er SPIEGEL ONLINE. "Sie wollen wissen, was für ein Mensch der Vater ist, und sie erwarten eine Entschuldigung."

Hardy Schobers Tochter Jana war das jüngste Opfer des Amoklaufs von Winnenden. Sie starb im Alter von 15 Jahren, nachdem Tim K. ihr im Raum 305 der Albertville-Realschule in den Hinterkopf geschossen hatte.

"Uns ist ein bestimmtes Strafmaß nicht wichtig, das entscheidet das Gericht", betont der ehemalige Finanzberater, der seinen Beruf nach dem Tod der Tochter aufgab und das "Aktionsbündnis Amoklauf Winnenden" für Angehörige und Opfer gründete. "Aber wir wollen, dass der Staat Stellung bezieht und definiert, was er unter Verantwortung für seine Bürger versteht", sagt er SPIEGEL ONLINE. Das Aktionsbündnis hatte im Juni zusammen mit der Initiative "Keine Mordwaffen als Sportwaffen!" am Bundestag 100.000 Unterschriften für ein schärferes Waffenrecht abgegeben. Die Initiative reichte Mitte Juli Verfassungsbeschwerde gegen das geltende Gesetz ein.

"Unsere Tür stand immer offen"

"Die Eltern des Täters müssen sich stellen", fordert Schober kurz vor Beginn des Prozesses, der ihm persönlich sehr zusetzt. Der Amoklauf von Ansbach im September 2009 habe gezeigt, dass Erziehungsberechtigte durchaus verantwortungsvoll mit einem fehlgeleiteten Sohn und den Folgen einer Schreckenstat umgehen können. Im Ansbacher Carolinum wurden zehn Menschen zum Teil schwer verletzt, der Täter zu neun Jahren Jugendstrafe mit Unterbringung in der Psychiatrie verurteilt. Auch der Vater von Georg R. war Sportschütze in einem Verein, hatte aber Wochen vor dem Ausraster seines psychisch kranken Sohnes immerhin seine Waffen zurückgegeben. "Direkt nach dem Amoklauf ist er in die Kirche gegangen und hat sich entschuldigt", lobt Schober.

Auf solch eine persönliche Entschuldigung warten die Angehörigen aus Winnenden noch. "Unsere Tür stand immer offen", sagt Schober. Man habe versucht, ein Treffen zu arrangieren, aber Herr K. sei dazu psychisch nicht in der Lage, habe es geheißen. In einem offenen Brief hatte sich die Familie des Täters am 17. März 2009 an die Öffentlichkeit gewandt und den Angehörigen ihr Mitgefühl ausgesprochen. K.s Anwalt wollte sich auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE vor dem Prozess nicht zu dem Fall äußern.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. Klare Regeln
endbenutzer 15.09.2010
Zitat von sysopSein Sohn erschoss 15 Schüler, verletzte 11 weitere und erschoss sich dann selbst: Jetzt steht Jörg K. vor Gericht. Begünstigte er den Amoklauf von Winnenden, weil er die Tatwaffe nicht sicher genug verwahrte? Bislang schweigt er - doch die Angehörigen der Opfer verlangen eine Antwort. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,717297,00.html
Als legaler Waffenbesitzer, der sich an die geltenden und meiner Ansicht nach ausreichenden Gesetze hält, muss ich sagen: Ja! Eine Waffe gehört in den Tresor und kein unberechtigter darf darauf zugreifen können. So einfach ist das.
2. ...
butter_milch 15.09.2010
Anstatt die Schuld beim Täter zu suchen, welchen man nicht mehr zur Rechenschaft ziehen kann, schimpft man über Killerspiele und die Eltern. Wenn der Vater von den Problemen seines Sohnes wusste, hätte er ihm die Waffe natürlich nicht zugänglich machen dürfen, wenn nicht, dann trifft ihn in meinen Augen keine Schuld denn er hat seinem Sohn neben dem Umgang mit der Waffe (was an sich nicht schlecht ist) auch Werte beigebracht. Die Familie stammt ja nicht aus einem schlechten Umfeld.
3. Aufklärung statt Vertuschung
dieMegamaschine, 15.09.2010
Beim Amoklauf von Winnenden gibt es sehr viele Ungereimtheiten zum Ablauf der Tat, vor allem von Seiten der Polizei. Das sollte mal zur Sprache gebracht werden. Ich verweise auf die Vorträge von Andreas Hauss. Es gibt viel zu viele Fragen, die ersteinmal klar beantwortet werden sollten. Der Abschlussbericht der Polizei schafft diese Klarheit nicht. Hier stimmt etwas nicht und das ist keine Verschwörungstheorie.
4. ...
MasterMurks 15.09.2010
Zitat von sysopSein Sohn erschoss 15 Schüler, verletzte 11 weitere und erschoss sich dann selbst: Jetzt steht Jörg K. vor Gericht. Begünstigte er den Amoklauf von Winnenden, weil er die Tatwaffe nicht sicher genug verwahrte? Bislang schweigt er - doch die Angehörigen der Opfer verlangen eine Antwort. http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,717297,00.html
Keine Frage, ja. Laut Waffengesetz hat die Aufbewahrung sicher und vor unberechtigtem Zugriff geschützt zu erfolgen. Dass er sich nicht daran gehalten hat war zwar nicht Ursache für die Tat, sorgte aber dafür, dass das tatwerkzeug ungleich effektiver gegenüber Axt, Messer oder sonstigen Hieb und Stichwaffen wurde. Dass die Politik als erstes das Waffengesetz änderte und die Grundrechte der Waffenbesitzer aushebelte (Unverletzlichkeit der Wohnung), wobei das alte schon, hätte sich sein Vater daran gehalten, ihm die Tatwaffe niemals zugänglich gemacht hätte, war ein typischer Schnellschuss, der an der Ursache nichts ändert. Und jetzt auf die Killerspiele zu verweisen zeugt von erschreckender Gleichgültigkeit. (Spielte Killerspiele, verbieten, Fall erledigt!) P.S.: Auch ich würde K.s Vater am liebsten im Knast sehen. Auch ich bin legaler Waffenbesitzer, aber so lange Verstöße wie dieser straffrei ausgehen wird sich nie etwas ändern! Und Gesetzesänderungen sind nur so effektiv wie ihre Kontrolle, was die letzte Änderung im Hinblick auf das Verhältnis legaler zu illegalen Waffen von 1:20 lächerlich macht!
5. xxx
charlie1111 15.09.2010
Nein, ich denke nicht das das fahrlässige Rumliegen lassen das Problem ist. Das Problem ist überhaupt der Besitz, das Verherrlichen von Waffen und einem Kind eben damit die falschen Werte zu vermitteln. Kein Privatmensch benötigt Waffen, wer diese benötigt um damit ein Gefühl der Macht zu erlangen (Was sonst soll der Grund für den Besitz sein?) sollte lieber eine Therapie machen. Kinder sind immer auch Spiegelbilder der Eltern.
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Der Amoklauf von Winnenden
Am 11. März 2009 erschoss der 17-jährige Tim K. bei einem Amoklauf in den Städten Winnenden und Wendlingen in Baden-Württemberg 15 Menschen - dann richtete er sich selbst. Die Ereignisse des Tages im Rückblick.
10. März 2009, kurz vor 24 Uhr:
Während Tim K. in seinem Zimmer am Computer sitzt, schauen seine Eltern bis gegen Mitternacht fern. Der Vater gibt bei der Polizei an, sich kurz vor Mitternacht vergewissert zu haben, dass die Pistole noch im Kleiderschrank war. Dies habe er meistens gemacht, wenn er die Wäsche für den nächsten Tag herausgeholt habe. Tim K. sagt seinen Eltern, dass er am 11. März erst zwei Stunden später zur Schule müsse und länger schlafen wolle. Dazu steht im Polizeibericht weiter: Durch diese offensichtliche Lüge habe er sich Zeit verschafft, um die Tat vorzubereiten.
11. März 2009:
Laut Polizeibericht kann aufgrund von zwei Zeugenberichten nicht ausgeschlossen werden, dass Tim K. bereits um 7.25 Uhr an der Albertville-Realschule unterwegs ist. Dies steht im Widerspruch zur Aussage seiner Mutter, die sich sicher ist, dass ihr Sohn erst kurz vor 9 Uhr das Haus verlassen hat. Tim K. müsste in diesem Fall unbemerkt das Haus verlassen haben und wieder vor 8 Uhr zurück gewesen ein, da er zum Frühstück kam.
11. März, gegen 8 Uhr:
Tim K. frühstückt mit seiner Mutter. Die Mutter geht in den Keller ins Büro, wo sie bleibt, bis ihr Sohn geht. Da nicht ermittelt werden konnte, zu welchem Zeitpunkt Tim K. sich in den Besitz der Pistole brachte, gibt es folgende Hypothese: Tim K. weiß laut Ermittlungsbericht, dass sich seine Mutter im Keller aufhält. Er nimmt aus dem Schlafzimmer unbemerkt die Pistole sowie aus dem Nachtkästchen des Vaters ein dort verstecktes Magazin.
9.30 Uhr:
Tim K. dringt in Winnenden in seine ehemalige Schule ein und erschießt während des Unterrichts acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen.
9.33 Uhr:
Ein Notruf eines Schülers aus der Albertville-Realschule geht bei der Polizei ein.
9.35 Uhr:
Eine Streife mit drei Beamten trifft ein und verhindert damit wahrscheinlich ein noch größeres Blutbad. Der Täter feuert auf die Beamten und flüchtet. Auf dem Weg in die Innenstadt erschießt der Amokläufer einen Mann, der im Zentrum für Psychiatrie gearbeitet hat.
Gegen 9.45 Uhr:
Der Täter kidnappt auf dem Parkplatz der Psychiatrie einen Autofahrer und zwingt ihn zur Fahrt durch Stuttgart auf die Autobahn in Richtung Süden.
Kurz vor 12 Uhr:
An einer Kontrollstelle der Polizei am Autobahnkreuz Wendlingen bremst die Geisel in einer Kurve stark ab und fährt auf eine Böschung zu, um sich kurz darauf aus dem rollenden Wagen zu retten. Der Täter flüchtet zu Fuß zum nahe gelegenen Industriegebiet in Wendlingen.
12.01 Uhr:
Der Täter betritt ein Autohaus in Wendlingen, fordert einen Wagen. Als ihm nicht sofort ein Auto gegeben wird, erschießt er einen Kunden und einen Verkäufer.
12.05 Uhr:
Als der Amokläufer aus dem Autohaus kommt, eröffnet die Polizei das Feuer und verletzt den jungen Mann am Bein. Bei dem Schusswechsel werden zwei Beamte in Zivil schwer verletzt.
12.30 Uhr:
Die Beamten finden den Täter zwischen einer Wand und einem parkenden Fahrzeug tot auf dem Rücken liegend. Er hat sich nach Erkenntnissen der Polizei selbst getötet.

Die verheerendsten Amokläufe
Amok
Der Begriff Amok kommt von dem malaysischen Wort "amuk" und bedeutet so viel wie "wütend" oder "rasend". Mehr auf der Themenseite...
14. Dezember 2012: Newtown, USA
Der 20-jährige Adam Lanza erschießt in einer Grundschule im US-Bundesstaat Connecticut 20 Schüler und sechs Lehrkräfte. Zuvor tötete er seine Mutter.
20. Juli 2012: Aurora, USA
In einem Kino in Aurora im US-Bundesstaat Colorado eröffnet ein Mann während der Premiere des neues "Batman"-Films das Feuer. Zwölf Menschen sterben, 58 weitere werden verletzt. Der Amokläufer wird festgenommen.
2. April 2012: Oakland, USA
Ein 43-Jähriger tötet am christlichen College von Oikos in Oakland, Kalifornien, sieben Menschen und verletzt drei weitere. Anschließend stellt er sich der Polizei. Die Opfer mussten sich in einer Reihe vor einer Mauer aufstellen, bevor sie hingerichtet wurden.
12. Oktober 2011: Seal Beach, USA
Im kalifornischen Badeort Seal Beach schießt ein Mann wegen eines Sorgerechtsstreits mit seiner Ex-Frau in einem Friseurladen um sich. Er tötet acht Menschen, darunter die Mutter seines Kindes.
5. November 2009: Fort Hood
Ein Militärpsychiater eröffnet in der US-Militärbasis Ford Hood in Texas das Feuer und löst die bislang größte Schießerei auf amerikanischem Armeegelände aus. Der Mann tötet 13 Menschen und verletzt 42 weitere, bevor er überwältigt werden kann.
17. September 2009: Ansbach
Der Abiturient Georg R. verletzt bei einem Anschlag am humanistischen Gymnasium Carolinum in Ansbach acht Mitschüler und einen Lehrer. Die Tat wurde offenbar lange im Voraus geplant.

Einer Schülerin fügt er eine lebensgefährliche Kopfverletzung zu, eine andere erleidet schwere Brandwunden. Der 18-Jährige selbst wird bei seiner Festnahme durch mehrere Schüsse schwer verletzt. Mehr auf der Themenseite...
3. April 2009: Binghamton, USA
Jiverly Wong , ein 41-jähriger Immigrant aus Vietnam erschießt in einem Zentrum für Einwanderer 13 Menschen und begeht anschließend Selbstmord.
11. März 2009: Winnenden
Der 17-jährige Tim K. ermordet in der Albertville-Realschule im schwäbischen Winnenden 15 Menschen. Danach erschießt sich der Täter selbst. Mehr auf der Themenseite...
10. März 2009: Alabama, USA
Ein Amokläufer im US-Bundesstaat Alabama tötet mindestens neun Menschen und erschießt sich dann selbst. Das Blutbad ereignet sich in Geneva County im Südosten Alabamas nahe der Grenze zu Florida.
23. Januar 2009: Dendermonde, Belgien
Ein 20-jähriger Belgier ersticht in einer Kindertagesstätte im ostflämischen Dendermonde zwei Kleinkinder und eine Betreuerin. Zehn weitere Kleinkinder und zwei weitere Betreuerinnen werden zum Teil schwer verletzt.
23. September 2008: Kauhajoki, Finnland
Der 22-jährige Berufsschüler Matti-Juhani Saari tötet in der westfinnischen Kleinstadt Kauhajoki zehn Menschen. Anschließend begeht er Selbstmord. Mehr auf der Themenseite...
7. November 2007: Jokela, Finnland
Der 18-jährige Schüler Pekka-Eric Auvinen tötet insgesamt acht Menschen in einem Schulzentrum in Jokela .
16. April 2007: Virginia, USA
An der Technischen Universität von Virginia erschießt ein Student 32 Menschen und verletzt 15 weitere. Das Massaker an der Virginia Tech gilt als eines der folgenschwersten an einer Bildungseinrichtung in den USA. Mehr auf der Themenseite
12. Februar 2007: Amokläufe in Salt Lake City und Philadelphia, USA
Mindestens zehn Menschen sterben bei zwei Amokläufen in Salt Lake City und Philadelphia (USA) . Ein Täter eröffnet in einem Einkaufszentrum in Salt Lake City das Feuer und tötet fünf Menschen. Ein Polizist erschießt den Amokläufer.
In Philadelphia werden drei Teilnehmer einer geschäftlichen Konferenz Opfer eines Amokläufers. Er nimmt sich anschließend das Leben.
20. November 2006: Emsdetten
Der 18-jährige Sebastian B. schießt in seiner ehemaligen Schule im westfälischen Emsdetten um sich. Elf Menschen werden verletzt. Mehr auf der Themenseite...
2. Oktober 2006: Pennsylvania, USA
In Lancaster County im US-Bundesstaat Pennsylvania tötet ein Amokläufer an einer Amish -Schule fünf Mädchen. Dann nimmt er sich das Leben.

21. März 2005: Red Lake/Minnesota, USA
In Red Lake im US-Bundesstaat Minnesota erschießt ein 16-Jähriger eine Lehrerin und fünf Schüler. Zuvor hatte er schon einen Schulwärter, seinen Großvater und dessen Lebensgefährtin getötet. Im Internet outet sich der Täter als Anhänger nationalsozialistischer Rassenlehren .
26. April 2002: Erfurt
Bei einem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium in Erfurt tötet der 19-jährige Schüler Robert Steinhäuser binnen zehn Minuten 16 Menschen und sich selbst. Unter den Toten sind zwölf Lehrer, die Schulsekretärin, zwei Schüler und ein Polizist. Steinhäuser war ein Jahr vor der Tat von der Schule verwiesen worden. Mehr auf der Themenseite...
27. März 2002: Nanterre, Frankreich
Im Pariser Vorort Nanterre erschießt ein Amokläufer acht Menschen. Anschließend springt er aus dem vierten Stock eines Polizeigebäudes in den Tod.
26. September 2001: Zug, Schweiz
Ein Amokläufer dringt in das Kantonsparlament im schweizerischen Zug ein und tötet 14 Menschen. Anschließend tötet er sich selbst.

8. Juni 2001: Osaka, Japan
Ein 37-jähriger Japaner ersticht in einer Grundschule in der japanischen Stadt Osaka acht Kinder und verletzt 20 weitere zum Teil schwer.
20. April 1999: Littleton/Colorado, USA
Beim Schulmassaker von Littleton stürmen die beiden Schüler Eric Harris und Dylan Klebold die Columbine Highschool in Littleton im US-Staat Colorado und ermorden dort zwölf Schüler im Alter von 14 bis 18 Jahren und einen Lehrer. 24 weitere Menschen werden verletzt, bevor sich die beiden Amokläufer selbst das Leben nehmen. Mehr auf der Themenseite...
24. März 1998: Jonesboro/Arkansas, USA
Ein elf- und ein 13-jähriger Schüler lösen an ihrer Schule in Jonesboro im US-Staat Arkansas falschen Feueralarm aus und richten aus dem Hinterhalt ein Blutbad an. Im Kugelhagel sterben vier Mädchen und eine Lehrerin.
22. Mai 1997: Brasilien
Im Nordosten Brasiliens bringt ein ehemaliger Soldat 17 Menschen um. Erst tötet er seine Frau und seine Schwiegermutter, dann geht der Amoklauf auf der Straße weiter. Grund der Tat: Gerüchte über seine angebliche Homosexualität .

28./29. April 1996: Tasmanien
35 Menschen fallen dem Amokläufer Martin Bryant auf der australischen Insel Tasmanien zum Opfer, darunter mehrere Kinder. In einem Café der ehemaligen Strafkolonie in Port Arthur schießt der geistig verwirrte Täter mit einem automatischen Schnellfeuergewehr auf die Gäste. Danach setzt er seinen Amoklauf auf der anderen Straßenseite fort.
13. März 1996: Dunblane, Schottland
Ein 43-jähriger Mann erschießt in der Turnhalle der Grundschule im schottischen Dunblane 16 Erstklässler und deren Lehrerin. Der Todesschütze begeht nach der Tat Selbstmord.
23./24. September 1995: Toulon, Frankreich
Ein 16-jähriger Schüler bringt nahe dem französischen Toulon insgesamt 13 Menschen um und tötet sich anschließend selbst. Erste Opfer am Abend des 23. September sind sein Stiefvater, sein Halbbruder und seine Mutter. Am nächsten Morgen setzt der Täter im Nachbarort seiner Heimatstadt den Amoklauf fort.
16. Oktober 1991: Killeen/Texas, USA
Im texanischen Killeen tötet ein Mann in einer Cafeteria 23 Menschen. Anschließend begeht er Selbstmord.
Dezember 1989: Montréal , Kanada
An der Polytechnischen Hochschule von Montréal kommt es zum schwersten Schulmassaker der kanadischen Geschichte. Der 25-jährige Marc Lépine erschießt 14 Frauen und verletzt 13 weitere Personen, bevor er sich selbst das Leben nimmt. In einem Schreiben nennt der Mann Hass auf Feministinnen als Motiv.
18. Juli 1984: Kalifornien, USA
In einem Schnellrestaurant in San Diego erschießt ein 41-Jähriger wahllos 21 Menschen. Er wird von einem Polizisten erschossen.
1. August 1966: Universität von Texas, USA
An der Universität von Texas schießt der Amokläufer Charles Whitman mehr als eine Stunde lang von einem Turm der Universität auf Passanten. Mindestens 17 Menschen werden getötet.
11. Juni 1964: Volkhoven bei Köln
Beim Attentat von Volkhoven bei Köln stürmt ein Wehrmachtsveteran eine Volksschule. Er fügt acht Kindern tödliche Verletzungen zu und ersticht zwei Lehrerinnen.

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