Amoklauf von Winnenden Vater von Tim K. verklagt Klinik

Mit einer Waffe seines Vaters erschoss Tim K. 15 Menschen. Jetzt hat Jörg K. mehrere Ärzte verklagt. Der Vorwurf: Die Psychotherapeuten hätten ihn nicht über die Gefährlichkeit seines Sohnes aufgeklärt.

Albertville-Realschule in Winnenden: Haben Ärzte die Gefährlichkeit des Täters nicht erkannt?
DPA

Albertville-Realschule in Winnenden: Haben Ärzte die Gefährlichkeit des Täters nicht erkannt?


Fast genau sieben Jahre nach dem Amoklauf von Winnenden beginnt am 22. März ein weiterer Prozess zu der Bluttat des damals 17-jährigen Tim K. Sein Vater hat Ärzte und Therapeuten des Klinikums am Weissenhof verklagt, einer Facheinrichtung für psychisch Kranke in Weinsberg bei Heilbronn.

Jörg K. argumentiert, dass die Klinik ihm nicht von der Gefahr berichtet habe, die von seinem dort behandelten Sohn ausging. Hintergrund ist seine Hoffnung, von Schadenersatz- und Schmerzensgeldansprüchen von Geschädigten freigestellt zu werden.

Tim K. hatte am 11. März 2009 an der Albertville-Realschule in Winnenden und auf der Flucht im nahe gelegenen Wendlingen 15 Menschen und sich selbst erschossen.

Die Tatwaffe, eine Beretta 92, hatte der Vater, ein Sportschütze, in seinem Kleiderschrank versteckt. Der Mann wurde deswegen zu einer 18-monatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Das Landgericht Stuttgart entschied zudem, dass Jörg K. für die Behandlungskosten von Opfern und Hinterbliebenen aufkommen muss. Mit der Zivilklage gegen die Klinik befasst sich nun das Landgericht Heilbronn..

ala/dpa



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