Vermisster Iraker Polizei entdeckt Leiche auf Amrum

Das Rätsel um einen vermissten Flüchtling auf der Nordseeinsel Amrum scheint gelöst: Die Polizei entdeckte eine Leiche zwischen den Dünen. Gegen zwei Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen.

Polizisten auf Amrum
DPA/Polizeidirektion Flensburg

Polizisten auf Amrum


Polizisten haben auf der nordfriesischen Insel Amrum eine männliche Leiche zwischen den Dünen entdeckt. Bei dem Toten handle es sich vermutlich um einen Flüchtling aus dem Irak, der seit April vermisst wurde, wie die Polizeidirektion Flensburg am Donnerstag mitteilte.

Der 27-Jährige soll von zwei Männern getötet worden sein. Die Ermittler gehen von einer Beziehungstat aus. Sie hatten in den vergangenen Tagen mehrfach vergeblich nach der Leiche gesucht, unter anderem mit Leichenspürhunden. Nun habe einer der beiden Tatverdächtigen den entscheidenden Hinweis gegeben: Der Leichnam sei an der Südspitze der Insel zwischen Dünen vergraben worden.

"Die Ermittler gehen - vorbehaltlich einer eindeutigen Identifizierung - davon aus, dass es sich um den vermissten Ceetin K. handeln dürfte", sagte Polizeisprecher Christian Kartheus.

Der Iraker lebte seit November 2015 auf Amrum. Mit ihm in dem Mehrfamilienhaus wohnte die beiden Tatverdächtigen - zwei 20 und 26 Jahre alte Amrumer. Vor einem halben Jahr verschwand der 27-jährige Iraker plötzlich spurlos. Zunächst gab es keine Hinweise auf eine mögliche Straftat, wie eine Polizeisprecherin sagte.

Im Zuge der Ermittlungen gerieten die beiden Anwohner ins Visier der Staatsanwaltschaft. Sie wurden vor einer Woche in Chemnitz in Sachsen unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Gegen die beiden wurde Haftbefehl erlassen.

mja/dpa



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