Nach Messerangriff in Amsterdam Beleidigung des Islam soll Tatmotiv sein

Jawed S. ist mit einem Messer bewaffnet von Deutschland in die Niederlande gefahren, um Menschen zu verletzen. Jetzt sagt er, er wollte seine Religion verteidigen.

Hauptbahnhof von Amsterdam am 31. August 2018
AP

Hauptbahnhof von Amsterdam am 31. August 2018


Der 19 Jahre alte Afghane, der am Freitag am Amsterdamer Hauptbahnhof zwei US-amerikanische Touristen niedergestochen und dabei schwer verletzt hatte, gab Beleidigungen gegen den Islam als Tatmotiv an. Jawed S., der als Asylbewerber in Rheinland-Pfalz lebt, war beim Fluchtversuch von Polizisten niedergeschossen und im Anschluss festgenommen worden.

Ein Untersuchungsrichter ordnete an, dass S., der sich noch unter Bewachung im Krankenhaus befinde, zunächst für zwei Wochen in Haft bleiben muss. Nach der Behandlung seiner Schussverletzung soll er psychologisch und psychiatrisch untersucht werden.

Wie die Staatsanwaltschaft in Den Haag mitteilte, gebe es keinerlei Hinweise darauf, dass der 19-Jährige Mittäter gehabt habe. Bei seinen Vernehmungen habe er unter anderem den Rechtspopulisten Geert Wilders dafür verantwortlich gemacht, dass der Islam, der Prophet Mohammed, der Koran und Allah in den Niederlanden beleidigt würden.

mmm/dpa



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