Anatolien Türkin lebte neun Monate neben erschossenem Ehemann

Bizarres Verbrechen in Zentralanatolien: In der Stadt Kirikkale soll eine 34-Jährige ihren Ehemann zunächst ermordet und die Leiche dann neun Monate lang in der Badewanne aufbewahrt haben.


Istanbul - Wie die türkische Zeitung "Vatan" am Mittwoch berichtete, soll die Frau ihren Schwiegereltern per SMS vermeintliche Botschaften ihres Mannes geschickt haben, damit sein Verschwinden nicht auffiel. Auch habe sie auf diese Weise weiterhin Geld von der Familie ihres Mannes erhalten, hieß es. Die Leiche in der Badewanne habe sie konserviert, indem sie sie mit Chlor wusch.

Vor Gericht erklärte die Frau, ihr Mann habe schon kurz nach der Hochzeit begonnen, sie zu misshandeln und ordinär zu beschimpfen. Während eines Streits habe sie die Pistole ihres Schwiegervaters genommen und zwei Schüsse abgefeuert. Der Staatsanwalt fordert eine lebenslange Haftstrafe.

ala/dpa



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