Massenmord in Norwegen Utøya-Attentäter scheitert mit Beschwerde gegen Haftbedingungen

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat eine Klage des norwegischen Massenmörders von Utøya abgewiesen. Der 39-Jährige hatte sich über seine Haftbedingungen beschwert.

Täter vor Gericht
NTB Scanpix / Lise Aaserud / REUTERS

Täter vor Gericht


Der unter seinem früheren Namen Anders Behring Breivik bekannte norwegische Massenmörder ist endgültig mit einer Beschwerde gegen seine Haftbedingungen gescheitert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies den Antrag des rechtsextremen Terroristen, der inzwischen Fjotolf Hansen heißt, als offensichtlich unbegründet ab.

Das oberste norwegische Gericht hatte im vergangenen Jahr geurteilt, dass die Haftbedingungen nicht gegen die Menschenrechte des Gefangenen verstießen. Er wandte sich daraufhin an das Menschenrechtsgericht in Straßburg. Dieses entschied nun, die Prüfung des Falls habe keine Verstöße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention gezeigt - und wies die Beschwerde daher als unzulässig ab.

Der 39-Jährige hatte sich vor allem gegen seine lange Isolationshaft gewehrt. In seiner Klage hatte er argumentiert, die Bedingungen seiner Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis seien unmenschlich.

Bei Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya im Juli 2011 hatte Breivik 77 Menschen getötet, darunter viele Kinder und Jugendliche. Dafür war er zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Die Freiheitsstrafe kann um unbestimmte Zeit verlängert werden, solange er weiterhin als Gefahr für die Allgemeinheit eingeschätzt wird.

Video: Breiviks Psychogramm

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wit/dpa/AFP

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