Anklage Hells-Angels-Boss muss wegen versuchten Totschlags vor Gericht

Er soll ein Mitglied der verfeindeten Rockergang Bandidos auf der Autobahn abgedrängt haben, nun muss sich der Präsident der Flensburger Hells Angels vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Totschlag vor.

Hells Angels: Flensburger Rockerchef wird angeklagt
ddp

Hells Angels: Flensburger Rockerchef wird angeklagt


Flensburg - Der Zwischenfall ereignete sich im September 2009: Damals soll Stefan R., Präsident der Flensburger Hells Angels, einen Rockerrivalen von den Bandidos absichtlich von der Autobahn 7 gedrängt haben. Der Staatsanwaltschaft zufolge soll er mit seinem Auto das Motorrad des 24-Jährigen zweimal gerammt haben. Das Opfer stürzte und verletzte sich lebensgefährlich.

Demnächst muss sich Stefan R. für den mutmaßlichen Angriff vor Gericht verantworten. Laut Flensburger Staatsanwaltschaft wird der 36-Jährige, der seit Anfang Januar in Untersuchungshaft sitzt, wegen versuchten Totschlags und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr angeklagt. Zudem soll er Fahrerflucht begangen haben.

Die Staatsanwaltschaft stützt ihre Anklage auf "umfangreiche kriminalistische Ermittlungsergebnisse". So soll das Auto des Hells-Angels-Anführers eindeutig als Unfallwagen identifiziert worden sein.

Einen genauen Termin für den Prozessauftakt vor dem Landgericht Flensburg gibt es allerdings noch nicht.

hut/dpa

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