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Anklage Lehrer legt Schülern Kakerlaken ins Gesicht

Ein 61-jähriger Grundschullehrer in der Nähe von Los Angeles hat über Jahre perverse Spiele mit seinen Schülern getrieben- und niemand bekam etwas mit. Der Pädagoge flog nur auf, weil er seine Taten mit dem Fotoapparat dokumentierte.

Los Angeles - Sie sollten das Alphabet lernen, rechnen, lachen. Stattdessen bekamen sie die Augen verbunden und Kakerlaken ins Gesicht. Der Täter: Ihr eigener Lehrer. Im kalifornischen Miramonte wurde ein 61-jähriger Pädagoge festgenommen, weil er seine Schüler jahrelang misshandelt haben soll.

Manche Schüler sollen mit verbundenen Augen Körperflüssigkeiten zu schlucken bekommen haben. Er soll es ein Geschmacks-Rate-Spiel genannt haben und fotografierte seine Taten. Die Bilder führten schließlich zur Festnahme des Mannes, weil ein Fotolaborant die Behörden alarmierte.

Der Verdächtige sollte am Mittwoch offiziell angeklagt und einem Gericht vorgeführt werden. Er wird beschuldigt, unzüchtige Handlungen an 23 Mädchen und Jungen im Alter zwischen sechs und zehn Jahren begangen zu haben. Die Fotos wurden nach Angaben der Ermittler zwischen 2008 und 2010 gemacht. Der Lehrer nahm sich einen Anwalt und äußerte sich bisher nicht zu den Vorwürfen, wie ein Polizeisprecher sagte.

Der Laborant gab den Hinweis bereits vor einem Jahr. Das Schulamt entließ den Verdächtigen umgehend, die Polizei überwachte ihn seitdem. Am Montag wurde er in seinem Haus in Torrance festgenommen. Man hätte den Verdächtigen schon bei Beginn der Ermittlungen festnehmen können, sagte die Polizei, habe sich aber entschieden, ihm schwerere Straftaten zur Last zu legen.

Im Haus des Lehrers und im Fotolabor wurden insgesamt rund 400 Aufnahmen gefunden. Noch ist nicht klar, wie viele Kinder darauf zu sehen sind. Mindestens zehn der fotografierten Kinder wurden noch nicht identifiziert. Einige Aufnahmen zeigen Schüler mit Käfern auf dem Gesicht. "Wenn der Laborant nicht gewesen wäre, könnte er bis heute weitermachen", sagte ein Polizist. Laut Schulleitung habe es in all den Jahren nie Beschwerden gegen den Pädagogen gegeben. Die Kinder waren offenbar völlig ahnungslos was bei dem Spiel wirklich passierte.

Bei einer Verurteilung droht dem Mann nun lebenslange Haft.

nga/AFP/dapd

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