Boston-Anschlag: FBI veröffentlicht Fahndungsbilder von zwei Verdächtigen

Bei der Suche nach den Attentätern von Boston hat die US-Bundespolizei FBI nun Verdächtige ausgemacht. Auf einer Pressekonferenz präsentierten die Ermittler Videoaufnahmen von zwei bisher nicht identifizierten Männern. Beide tragen Baseball-Mützen und haben Rucksäcke bei sich.

REUTERS/ FBI

Boston - Drei Tage nach dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon hat die US-Bundespolizei FBI Fotos zweier verdächtiger Männer veröffentlicht. Die Männer seien am Tatort kurz vor der Explosion am Montag aufgenommen worden, sagte Chefermittler Richard DesLauriers am Donnerstag. Beide tragen Rucksäcke, in denen sich die Sprengsätze befunden haben sollen. Man habe die Verdächtigen bisher nicht identifizieren können, sagte DesLauriers.

Am Montagnachmittag waren nahe der Strecke des Marathons in der amerikanischen Ostküstenstadt zwei Bomben explodiert. Die improvisierten Sprengsätze hatten drei Menschen getötet und 178 zum Teil schwer verletzt.

Einer der Männer trägt eine Sonnenbrille, eine dunkle Jacke und eine schwarze Baseball-Mütze, der andere eine weiße. Der Mann mit der weißen Mütze ist auf dem Profilfoto gut zu erkennen: Er ist jung und hat dunkle Haare.

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FBI-Fahndungsfotos: Das sind die Verdächtigen von Boston
Das FBI hat den Angaben zufolge Filmaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie der Mann mit der weißen Kappe seinen Rucksack vor dem Restaurant abstellt, vor dem sich die zweite Explosion ereignete. Von dem anderen Verdächtigen gebe es keine derartigen Bilder. Doch beide Männer "scheinen zusammenzugehören", sagte DesLauriers. Der Rucksack sei "Minuten" vor der Detonation der Bombe abgelegt worden. Das FBI hatte am Tatort Spuren gesichert, die darauf hindeuten, dass die selbstgebauten Sprengsätze in Rucksäcken versteckt waren.

DesLauriers rief die Bevölkerung zur Mitarbeit bei der Suche nach den mutmaßlichen Tätern auf. "Jene zu identifizieren und ausfindig zu machen, die dafür verantwortlich sind, ist nun unsere oberste Priorität", sagte FBI-Chefermittler DesLauriers. Dabei warnte er, dass die Verdächtigen möglicherweise "bewaffnet und extrem gefährlich" seien.

Weitere Fortschritte bei den Ermittlungen wurden zunächst nicht bekannt. Hinweise auf Festnahmen gab es nicht. Präsident Barack Obama hatte vorher am Tag eine emotionale Rede bei einem Trauergottesdienst in Boston gehalten, in der er die Amerikaner aufrief, dem Terror zu trotzen.

ade/dpa/AP/AFP

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