Aussage vor Gericht BVB-Attentäter probte Tat mit Attrappen

Der mutmaßliche BVB-Attentäter Sergej W. hat seine Tat vorher offenbar geprobt. Vor Gericht sprach er auch über die Vorbilder seines Anschlags.

Sergej W.
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Sergej W.


Im Prozess um den Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hat der Angeklagte Sergej W. ausgesagt, die Tat mit Attrappen am Teamhotel geprobt zu haben. Der Probelauf fand demnach bei einem Aufenthalt etwa einen Monat vor dem Anschlag im April 2017 statt.

Der Angeklagte bekräftigte vor dem Dortmunder Schwurgericht, er habe niemanden verletzen wollen. "Mein Ziel war, die Sprengsätze so sicher wie möglich zu gestalten", sagte er.

Sergej W. gab zu, dass die Terroristen, die in Paris Anschläge verübt hatten, Vorbilder gewesen seien. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Sergej W. 28-fachen Mordversuch vor.

Er soll am 11. April drei Sprengsätze gezündet haben, als der Mannschaftsbus zum Champions-League-Spiel gegen den AS Monaco ins Dortmunder Stadion fahren wollte. W.s Ziel war es nach Erkenntnis der Ermittler, durch den Anschlag den Kurs der BVB-Aktie zu manipulieren und bei Aktienspekulationen abzukassieren. Bei dem Anschlag hatte BVB-Abwehrspieler Marc Bartra einen Bruch des Unterarms erlitten; auch ein Polizist wurde verletzt.

jpz/dpa

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