Reaktionen auf Terror in Istanbul "Ein hinterhältiger Anschlag"

Nach der Terrorattacke auf eine Silvesterparty in Istanbul sichern die internationalen Partner der Türkei Unterstützung zu. Kanzlerin Merkel kondoliert ebenso wie Russlands Präsident Putin und US-Präsident Obama.

Rettungswagen bei Tatort in Istanbul
DPA

Rettungswagen bei Tatort in Istanbul


Regierungen und Politiker aus aller Welt haben mit Anteilnahme auf den Angriff auf einen Istanbuler Nachtklub reagiert. Am frühen Sonntagmorgen sind dabei mindestens 39 Menschen getötet und mindestens 65 weitere verletzt worden.

Die Bundesregierung verurteilte den Angriff. Kanzlerin Angela Merkel hat dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan schriftlich ihr Beileid übermittelt: "Wieder haben Terroristen in Ihrem Land zugeschlagen. In Istanbul haben sie einen menschenverachtenden, hinterhältigen Anschlag auf Menschen verübt, die gemeinsam den Jahreswechsel feiern wollten." Ihre Gedanken seien bei den Opfern, deren Familien und Freunden, heißt es in dem Kondolenzschreiben weiter.

Bereits in der Nacht hatte das Berliner Außenministerium auf den Anschlag reagiert. "Wir sind tief bestürzt und trauern mit den Menschen in #Istanbul", twitterte das Auswärtige Amt.

Auch die US-Regierung reagierte wenige Stunden nach dem Angriff und sprach von einem terroristischen Anschlag. Die Gräueltat ausgerechnet an Silvester unterstreiche nur noch die Brutalität der Angreifer. "Wir bekräftigen die Unterstützung der USA für die Türkei, unseren Nato-Verbündeten, in unserer gemeinsamen Entschlossenheit, alle Arten von Terrorismus zu bekämpfen und zu besiegen", teilte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Ned Price, mit. Präsident Barack Obama bot den türkischen Behörden Hilfe an.

Russlands Präsident Wladimir Putin drückte in einem Telegramm an den türkischen Präsidenten Erdogan seine Anteilnahme aus. Es sei kaum ein zynischeres Verbrechen vorstellbar als das, während einer Silvesterparty unschuldige Menschen zu töten. Es sei die gemeinsame Verpflichtung, die terroristische Aggression zu bekämpfen, schriebt Putin weiter.

Das russische Außenministerium veröffentlichte auf Twitter ein Foto mit dem Hashtag "#PrayForIstanbul".

Papst Franziskus hat nach seiner Neujahrsmesse der Opfer des Terroranschlags gedacht. "Leider hat die Gewalt auch wieder in dieser Nacht der Wünsche und der Hoffnung zugeschlagen", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche beim traditionellen Angelusgebet auf dem Petersplatz vor rund 50.000 Gläubigen. Er sei im Gebet nahe bei den Familien der Angehörigen, bei den Verletzten und bei dem gesamten türkischen Volk.

Der Chef der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, sicherte Erdogan und dem türkischen Volk die Unterstützung bei der Terrorbekämpfung zu.

Die Außenbeauftragte der EU, Frederica Mogherini, schrieb auf Twitter: "2017 startet mit einem Angriff in Istanbul. Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Wir arbeiten weiter daran, solche Tragödien zu verhindern."

Auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg äußerte sich auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Seine Gedanken seien bei denjenigen, die durch die Attacke betroffen seien und dem türkischen Volk. Die Türkei ist Mitglied im Militärbündnis.

Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen sprach von einer "verabscheuungswürdigen Tat".

fdi/dpa/AP



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