Festnahme in Arizona Mann lässt Enkelin mit geladener Waffe in Wüste zurück

Die Polizei in Arizona hat einen Mann festgenommen: Er soll seine fünf Jahre alte Enkelin in der Wüste zurückgelassen haben - mit einer Pistole und der Aufforderung, "auf die Bösen" zu schießen. Er selbst gönnte sich derweil einen Burger und Drinks.


Die gute Nachricht zuerst: Dem fünfjährigen Mädchen aus dem US-Bundesstaat Arizona geht es gut. Doch der Vorfall, in den das Kind am vergangenen Wochenende verwickelt war, hätte auch katastrophal ausgehen können.

Der Großvater des Mädchens ist derzeit in Polizeigewahrsam. Die Beamten werfen ihm vor, die Sicherheit des Kindes gefährdet zu haben. Ihren Angaben zufolge haben Großvater und Enkelin am Sonntagabend das Haus in Buckeye, knapp 50 Kilometer westlich von Phoenix, in einem Pick-up verlassen. Vier Stunden später sei das Mädchen als vermisst gemeldet worden.

Die Mutter des Kindes und ein Feuerwehrmann, der außer Dienst war, hätten die Fünfjährige schließlich in der Wüste gefunden - sie hielt dem Polizeibericht zufolge die geladene Pistole in der Hand. "Ihr wurde die Waffe gegeben und gesagt, sie solle auf die Bösen schießen", sagte Sheriff Joe Arpaio aus dem Maricopa County. "Ich weiß nicht, wie eine Fünfjährige zwischen einem guten und einem bösen Menschen unterscheiden soll, aber so hat sie es uns erzählt."

Auch auf Twitter äußerte sich Arpaio - der sich selbst als "härtesten Sheriff der USA" bezeichnet - zu dem Fall. Es gebe schlicht keine Erklärung und keine Ausrede für dieses Verbrechen, twitterte er.

Der Großvater sagte den Beamten später, sein Wagen sei liegengeblieben und das Mädchen habe sich beschwert, weil es nicht länger zu Fuß habe gehen wollen. Also habe er die Kleine unter einem Baum zurückgelassen, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters seine Aussage aus Gerichtsunterlagen.

Laut Reuters ist der Großvater 53 Jahre alt, in der Mitteilung der Polizei ist von einem 62-Jährigen die Rede. Dem Sheriff-Büro zufolge hat er zugegeben, das Mädchen mit seiner Waffe zurückgelassen zu haben, "während er ein paar Drinks und einen Cheeseburger genoss". Das Mädchen sei inzwischen zurück bei seiner Mutter, berichtete die Polizei. Die Kinderschutzbehörde sei alarmiert.

aar/Reuters



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