Artenschutzkriminalität Zoll zeigt Schmuggelware aus 1,2 Tonnen Elfenbein

Der Zoll hat in Berlin den bislang größten deutschen Elfenbeinfund vorgestellt, darunter Stoßzähne, Schmuckdosen und Salatbestecke. 1,2 Tonnen illegale Ware.

DPA

Der Präsident der Generalzolldirektion, Uwe Schröder, sprach von einem "besonders herausragenden Fall" der Artenschutzkriminalität: In Berlin präsentierte er am Freitag den größten Elfenbeinfund, der je in Deutschland gemacht wurde. Zu sehen waren zahlreiche Stoßzähne, aber auch Deko-Objekte aus Elfenbein wie Figuren, Schmuckdosen und Salatbesteck. Kistenweise hatten die Zollfahnder aus Berlin-Brandenburg zudem Abfälle der Elfenbeinbearbeitung gesichert.

Die illegalen Waren sollen einen Marktwert von mehr als einer Million Euro haben. Die Cottbusser Staatsanwaltschaft hatte den Fund am Dienstag bekannt gegeben. Das Elfenbein wurde an zwei Orten entdeckt: Zunächst flog im Mai beim Hauptzollamt Potsdam eine Menge von 625 Kilogramm Elfenbein auf, die - deklariert als Kaminuhren aus Marmor - über den Flughafen Berlin-Schönefeld nach Vietnam geschmuggelt werden sollten.

Bei weiteren Ermittlungen stießen Zollbeamte Ende August auf ein Gebäude in Rheinland-Pfalz, wo Rohelfenbein verarbeitet wurde. Dort sicherten sie 570 Kilogramm. Laut Schröder waren darunter "sage und schreibe 40 Stoßzähne". Gegen zwei Tatverdächtige wurde Haftbefehl erlassen.

ala/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.