Vorwurf der Verleumdung Ashley Judd verklagt Harvey Weinstein

Die US-Schauspielerin Ashley Judd war eine der ersten Frauen, die Harvey Weinstein öffentlich sexuelle Belästigung vorwarfen. Nun hat sie ihn verklagt: Er habe ihrer Karriere geschadet.

Ashley Judd
AFP

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Die US-Schauspielerin Ashley Judd hat in Kalifornien Klage gegen den ehemaligen Filmproduzenten Harvey Weinstein eingereicht. Die Folgen von sexueller Belästigung hätten ihrer Karriere geschadet, schrieb Judd auf Twitter. Sie klage auf finanzielle Entschädigung. Sollte sie Geld erhalten, will sie es eigenen Angaben zufolge #Time'sUp zukommen lassen. Die Initiative will der Belästigung von Frauen in der Filmindustrie und im amerikanischen Berufsalltag insgesamt ein Ende bereiten.

Judd veröffentlichte die 28-seitige Klageschrift online. Sie wirft Weinstein unter anderem vor, durch eine Schmierkampagne in den Neunzigerjahren ihre mögliche Zusammenarbeit mit dem "Herr der Ringe"-Regisseur Peter Jackson sabotiert und letzten Endes verhindert zu haben. Im vorigen Dezember hatte Jackson enthüllt, dass Weinstein damals Judd und deren Kollegin Mira Sorvino schlechtgemacht und ihn vor einer Zusammenarbeit mit den Schauspielerinnen gewarnt habe.

Weinsteins Verhalten habe vielen Schauspielern und anderen Filmschaffenden geschadet, sagte Judd laut "Variety". Es sei an der Zeit, dass er zur Verantwortung gezogen werde.

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Sexuelle Belästigung und Vergewaltigung: Die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein

Judd gehört zu den Frauen, die im vergangenen Herbst im ersten Artikel der "New York Times" über Weinstein sprachen und ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die Weinstein-Enthüllungen legten den Grundstein für die weltweite #MeToo-Debatte über sexuelle Übergriffe. Das US-Magazin "Time" erklärte die Frauen, die #MeToo mit Enthüllungen über sexuelle Übergriffe von Männern ins Rollen brachten, zur Person des Jahres 2017. Auf der Titelseite des Magazins war unter anderem Judd zu sehen.

Weinstein hat in der Vergangenheit Fehlverhalten eingeräumt, aber Vorwürfe von nicht einvernehmlichem Sex wiederholt zurückgewiesen.

aar/dpa



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