Berlin: Festnahme nach tödlicher Attacke am Alexanderplatz

Mehrere Männer hatten einen 20-Jährigen im Zentrum Berlins mit Tritten und Schlägen so malträtiert, dass er starb. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Der 19 Jahre alte Mann wurde im Stadtteil Wedding gefasst.

Tödliche Prügelattacke in Berlin: Tatort Alexanderplatz Fotos
dapd

Berlin - Nach einer Geburtstagfeier in einem Berliner Club war es am Alexanderplatz zu einem Gewaltexzess gekommen: Mehrere Männer prügelten und traten auf einen 20-Jährigen ein und verletzten ihn lebensgefährlich. Das Opfer konnte nach der Attacke noch am Tatort von einem Notarzt wiederbelebt werden, starb aber am nächsten Tag im Krankenhaus an Blutungen im Gehirn.

Nun hat die Polizei einen möglichen Täter festgenommen. Dies sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag und bestätigte damit Berichte der "Berliner Morgenpost" und der "Berliner Zeitung". Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen 19-Jährigen. Der Mann sei gegen 15.30 Uhr im Stadtteil Wedding gefasst worden und sollte noch am Nachmittag von Ermittlern vernommen werden.

Zu der Attacke war es in den frühen Morgenstunden des 14. Oktober gekommen. Das Opfer hatte einem angetrunkenen Freund helfen wollen. Dabei hatte sich offenbar eine Gruppe junger Männer eingemischt und Streit angefangen. Von der Tat gibt es keine Videoaufnahmen.

Bisher gingen bei den Ermittlern 40 Hinweise aus der Bevölkerung ein, wie ein Sprecher sagte. Die Staatsanwaltschaft setzte für Hinweise auf die Täter eine Belohnung in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus. Gegen die Männer werde wegen Mordes ermittelt.

Die Brutalität des Angriffs hatte über die Grenzen Berlins hinweg Entsetzen ausgelöst. Auch Bundespräsident Joachim Gauck schaltete sich in die Debatte ein und forderte am Montag ein entschiedenes Einschreiten gegen Gewalt. Die Menschen dürften "nicht wegschauen", sagte er und sicherte den Berlinern seine Unterstützung beim Engagement gegen Gewalt zu.

Der Fall fügt sich ein in eine Reihe von Gewaltattacken in der Hauptstadt. Erst wenige Tagen zuvor hatten Unbekannte ganz in der Nähe einen 23-Jährigen niedergeschossen, der notoperiert werden musste. Am selben Wochenende war ein Mann nach einem Streit in Schöneberg durch Schüsse verletzt worden.

siu/dpa/dapd

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