Sachsen Gymnasium erneut mit Bestellungen erpresst

Eine Schule im Vogtland ist offenbar Ziel von Erpressern geworden: Unbekannte sollen Geld gefordert und mit ungewollten Bestellungen gedroht haben. Schon zuvor gab es Drohungen.

Polizeiwagen vor dem Goethe-Gymnasium in Auerbach (Archivbild)
DPA

Polizeiwagen vor dem Goethe-Gymnasium in Auerbach (Archivbild)


Erpresser haben dem Goethe-Gymnasium im sächsischen Auerbach mit ungewollten Bestellungen gedroht. Am Sonntag seien über eine Internetseite Hinweise dazu bekannt geworden, teilte die Polizei mit.

Demnach wurden weitere Bestellungen angekündigt, falls das Gymnasium kein Geld bezahle. Eine Gewalttat gegen die Schule sei aber nicht angedroht worden. In der Vergangenheit hatte es bereits mehrfach ähnliche Fälle gegeben.

Im Mai hatten Lehrer der Schule Morddrohungen erhalten. Zwei Verdächtige wurden festgenommen, beide kamen frei, wie die "Freie Presse" berichtet. Die Drohungen waren am Pfingstmontag in dem Gymnasium eingegangen. Darin habe es geheißen, dass es Tote geben werde, sagte ein Polizeisprecher damals. Die Schule blieb laut "Freier Presse" drei Tage geschlossen.

Zuvor hatte ein Unbekannter über mehrere Monate hinweg Lehrer belästigt. Er hatte über das Internet Waren an die Privatadressen von Lehrkräften geschickt und auch Dritte dazu aufgerufen, anonyme Bestellungen zu versenden.

Hinweise für eine konkrete Gefährdung fanden die Ermittler nicht - auch die neuen Drohungen änderten diese Einschätzung nicht, hieß es. Zum Abbau subjektiv empfundener Unsicherheiten werde man jedoch "Präsenzmaßnahmen" treffen.

jpz/dpa

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