Urteil in Augsburg Geldstrafen und Führerscheinentzug für Raser

Im Herbst lieferten sich drei Männer ein illegales Autorennen. Nachdem zwei Fahrer vor Gericht die Tat erst leugneten, haben sie nun einen Teil der Vorwürfe gestanden - und wurden verurteilt.

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Wegen illegaler Autorennen auf einer Bundesstraße in Augsburg sind zwei Fahrer zu Geldstrafen und Führerscheinentzug verurteilt worden. Die 24 und 26 Jahre alten Männer hatten in dem Prozess vor dem Augsburger Amtsgericht die Rennen zunächst geleugnet.

Der 26-jährige Angeklagte sagte, dass er ganz normal auf der Bundesstraße gefahren sei. Der 24 Jahre alte Mitangeklagte ließ seinen Verteidiger erklären, dass keine Rennen gefahren worden seien.

Später gaben beide aber einen Teil der Vorwürfe doch zu. Ein dritter Fahrer hatte zuvor einen entsprechenden Strafbefehl akzeptiert. Die beiden anderen Angeklagten legten gegen Geldstrafe und Führerscheinentzug Einspruch ein, so dass es zum Prozess kam.

Geldstrafen von 1500 und 2000 Euro

Von Amtsgericht Augsburg erhielten die beiden Fahrer nun Geldstrafen von 1500 und 2000 Euro (50 Tagessätze zu 30 und 40 Euro), zudem darf ihnen erst nach sieben Monaten ein neuer Führerschein ausgestellt werden. Die Urteile wurden sofort rechtskräftig.

Die drei Sportwagenfahrer hatten sich mit ihren 339 bis 549 PS starken Boliden auf kurzen Strecken der autobahnähnlichen B17 Beschleunigungsduelle geliefert. Eine Zivilstreife der Polizei hatte die Taten am 14. Oktober 2017 dokumentiert.

Erst einen Tag davor war das neue Gesetz gegen illegale Autorennen in Kraft getreten, bis dahin galten solche Straßenrennen nur als Ordnungswidrigkeit. Das Augsburger Verfahren war somit eines der bundesweit ersten nach dem neuen Paragrafen.

sen/dpa



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