Amoklauf bei "Batman"-Premiere Gericht spricht Aurora-Attentäter wegen Mordes schuldig

James Holmes erschoss zwölf Menschen in einem Kino, 70 Personen wurden verletzt. Nun hat ihn ein Gericht im US-Bundesstaat Colorado wegen Mordes verurteilt. Die Entscheidung über das Strafmaß fällt in den kommenden Wochen.


Die Geschworenen im Gericht von Centennial bei Denver haben James Holmes in zwölf Fällen des Mordes schuldig gesprochen. Der Mann hatte im Juli 2012 in einem Kino in Aurora während der Premiere eines "Batman"-Films mit verschiedenen Waffen gefeuert. Er tötetet zwölf Menschen und verletzte 70 weitere. Das jüngste Todesopfer war ein sechs Jahre altes Mädchen.

Die Staatsanwaltschaft hatte die Verurteilung wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung sah es hingegen als erwiesen an, dass Holmes psychisch krank und somit nicht schuldfähig sei. Während der Verkündung des Schuldspruchs zeigte der Mann keine Regung.

Für die zwölf Toten war der 27-Jährige allein 24-mal angeklagt, jeweils einmal wegen Mordes und einmal wegen Totschlags. Auch wegen Totschlags wurde er jeweils schuldig gesprochen. Für jeden der 70 Verletzten war er noch einmal wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags angeklagt, zudem wegen der Installation von Sprengsätzen in seiner Wohnung. In den eineinhalb Tagen hatten die Geschworenen über jeden einzelnen Fall entschieden.

In den kommenden Wochen entscheidet die Jury nun über das Strafmaß für Holmes. Die Staatsanwaltschaft fordert die Todesstrafe.

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Amoklauf in Denver: Tödliche Schüsse im Kino

syd/dpa/AP



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