Australien: Ex-Boxer befreit Hund - Haftstrafe

Auch Tierliebe kann blind machen: Ein früherer australischer Box-Champion muss ins Gefängnis, weil er seinen Hund vor dem Einschläfern bewahren wollte. Der Mischling hatte zuvor einen anderen Vierbeiner attackiert.

Sydney - Die tiefe Liebe zu seinem Hund hat einen ehemaligen australischen Box-Champion ins Gefängnis gebracht. Ein Gericht in Adelaide verurteilte den 42-jährigen Ex-Champion Ronnie Gilbertson am Montag zu sechswöchiger Haft, weil er seinen bisswütigen Hund Max vor dem Einschläfern bewahrt hatte und mit dem Terrier-Mischling geflüchtet war. Max sollte auf gerichtliche Anordnung eingeschläfert werden, nachdem er über einen Nachbarshund hergefallen war.

Während des "Abschiedsbesuchs" befreite ihn sein Herrchen mit einem Bolzenschneider aus dem Käfig und machte sich mit ihm aus dem Staub, ohne seine Frau und seine beiden Kinder zu informieren. Wegen Missachtung des Gerichts muss Gilbertson nun in Haft, das Argument der Verteidigung, seine "blinde" Liebe zu dem Tier habe sein Urteilsvermögen beeinträchtigt, ließen die Richter nicht gelten.

Zu allem Übel war der Rettungsversuch auch noch vergeblich: Max wurde inzwischen von einem Tierarzt in Perth eingeschläfert.

jdl/AFP

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