Festnahme in Australien Frau soll Nadeln in Supermarkt-Erdbeeren versteckt haben

Süß - und gefährlich: In Australien werden seit zwei Monaten immer wieder Erdbeeren in Supermärkten gefunden, die mit Nadeln präpariert sind. Nun haben die Behörden eine Verdächtige festgenommen.

ERIK ANDERSON/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock


Fahndungserfolg in Down Under: Zwei Monate nach dem ersten Fund von Nadeln in Supermarkt-Erdbeeren in Australien hat die Polizei eine Verdächtige festgenommen. Die 50-jährige Frau wurde nach "komplizierten und umfassenden Ermittlungen" gefasst, wie die Polizei im Bundesstaat Queensland mitteilte. Angaben zu den Vorwürfen gegen die Frau und zu ihren Motiven machte die Polizei nicht. Am Montag soll sie in Brisbane einem Richter vorgeführt werden.

Steck- und Nähnadeln in Erdbeeren und in weiterem verpackten Obst sorgen in Australien seit Wochen für Aufregung. Im September war in Queensland ein Mann nach dem Verzehr von Erdbeeren mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert worden. In seinem Magen wurden Stecknadeln gefunden. Landesweit wurden daraufhin mehr als hundert angebliche Nadelfunde in Erdbeeren gemeldet. Es gab sogar einen Fall im benachbarten Neuseeland.

Australische Supermärkte nahmen Erdbeeren daraufhin aus dem Handel, die Früchte landeten tonnenweise auf dem Müll. Der Bundesstaat Queensland setzte eine Belohnung in Höhe von 100.000 australischen Dollar (61.000 Euro) für Hinweise zu den Tätern aus. Die australische Regierung verschärfte die Gesetze, die nun bis zu 15 Jahre Haft für solche Straftaten vorsehen.

dop/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.