Autobahn-Stau im Winterwetter Polizei ermittelt gegen 60 Lkw-Fahrer

Dutzende Lastwagen kamen auf der A9 ins Rutschen und standen quer auf der Fahrbahn. Die Folge: ein 50 Kilometer langer Stau. Nun ermittelt die Polizei.

Stau auf der A9 bei Hermsdorf
DPA

Stau auf der A9 bei Hermsdorf


Die Polizei hat nach dem 50 Kilometer langen Stau auf der A9 bei Hermsdorf in Thüringen Ermittlungen gegen 60 Lastwagenfahrer eingeleitet. Diese hätten entweder die Rettungsgasse nicht eingehalten oder seien auf der linken Fahrspur gefahren, wie die Autobahnpolizei mitteilte.

Ein Beamter hatte von allen Lastern Beweisfotos gemacht, diese werden nun ausgewertet. Die betroffenen Fahrer müssen mit einem Bußgeld von mehr als hundert Euro rechnen und bekommen eventuell Punkte in Flensburg. Nach Angaben der Autobahnpolizei werden die Fahrer aber nicht mehrfach bestraft, sondern nur für ein Vergehen.

Zu den Verkehrsbehinderungen auf der A9 war es am Mittwoch gekommen, weil Dutzende Lastwagen an einer Steigung ins Rutschen geraten waren und danach quer gestanden hatten. Laut Polizeiangaben staute sich der Verkehr vorübergehend von der bayerisch-thüringischen Landesgrenze in Richtung Berlin bis südlich von Hermsdorf.

Lastwagenfahrern ist es bei Schnee und Glätte verboten, auf der linken Spur zu fahren. Wenn es keine winterlichen Verhältnisse gibt, dürfen sie nur auf die linke Spur, wenn sie eine wesentlich höhere Geschwindigkeit haben. Dadurch sollen sogenannte Elefantenrennen verhindert werden.

wit/dpa

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