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Neuer Prozess: Gericht verringert Strafe für Autobahnschützen um drei Monate

In mehr als hundert Fällen schoss Michael Harry K. aus seinem Lkw auf andere Autofahrer. Vor dem Landgericht Würzburg ist er nun erneut verurteilt worden - allerdings fiel die Strafe etwas kürzer aus als im ersten Prozess.

Fernfahrer K. (l.) vor Gericht: Lange Haftstrafe Zur Großansicht
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Fernfahrer K. (l.) vor Gericht: Lange Haftstrafe

Der sogenannte Autobahnschütze Michael Harry K. muss für drei Monate weniger ins Gefängnis als zunächst vorgesehen. Das Landgericht Würzburg setzte die Haftstrafe des Ersturteils auf zehn Jahre und drei Monate herab.

Der Fernfahrer aus der Eifel war im Oktober 2014 für wahllose Schüsse auf Lastwagen zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte die Taten über mehrere Jahre begangen und auch Menschen verletzt.

Das Gericht sprach ihn damals wegen diverser Taten schuldig, unter anderem wegen vierfachen versuchten Mordes, gefährlicher Körperverletzung und unerlaubten Führens von Schusswaffen. Weil der Angeklagte in Revision ging und der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil in Teilen aufhob, musste das Landgericht Würzburg neu verhandeln.

"Der BGH hat das Urteil vom Oktober 2014 in weiten Teilen bestätigt, nur einer der Schuldsprüche wurde aufgehoben", sagte der Vorsitzende Richter des Landgerichts Würzburg am ersten Tag des Revisionsprozesses. Dies betreffe die 108 Fälle wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Mit dem neuen Urteil blieb das Gericht knapp unter der Forderung der Staatsanwaltschaft, die zehn Jahre und vier Monate Haft verlangt hatte. Die Verteidigung plädierte auf maximal neun Jahre Haft.

hut/dpa

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