Brandenburg: Diebe stehlen Transporter mit zwölf Leichen

Der Fahrer machte nur kurz Pause, da schlugen die Diebe zu: In Brandenburg haben Unbekannte einen Transporter gestohlen. Doch mit der speziellen Fracht hatten sie offenbar nicht gerechnet - in dem Wagen befanden sich zwölf Leichen.

Kleintransporter auf dem Hof eines Bestattungsfuhrunternehmens in Hoppegarten Zur Großansicht
DPA

Kleintransporter auf dem Hof eines Bestattungsfuhrunternehmens in Hoppegarten

Frankfurt (Oder) - Autodiebe haben in der Nähe von Berlin einen Transporter gestohlen, der zwölf Leichen geladen hatte. Ein spezieller Fahrdienst für Leichentransporte hatte die Särge in das Fahrzeug geladen, um sie zur Einäscherung in ein Krematorium zu bringen. Allerdings sei der Transporter zusammen mit zwei anderen Fahrzeugen in der Nacht zum Montag von dem Firmengelände im brandenburgischen Hoppegarten verschwunden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). "Die Täter waren vermutlich nicht darauf aus, zwölf Leichen zu stehlen", sagte der Sprecher.

Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um einen weißen Sprinter, der von außen nicht als Leichenwagen zu erkennen gewesen sei. Die Diebe hätten die Transporter vermutlich nach Osteuropa verschieben wollten, vermuteten die Ermittler. Eines der gestohlenen Autos sei bereits im westpolnischen Posen (Poznan) gefunden worden - das war jedoch ein Transporter ohne Leichen im Laderaum.

Ein Sprecher des Fahrdienstes sagte, der Fahrer habe die Särge festgezurrt, den Transporter abgeschlossen und sei dann vor der Abfahrt noch einmal ins Firmengebäude gegangen, um sich die Hände zu waschen. Die Diebe hätten diese Pause genutzt, um das Fahrzeugschloss zu knacken und mit dem Transporter über ein Nachbargrundstück zu verschwinden.

Der Sprecher wies Medienberichte zurück, denen zufolge die Leichen über Nacht in dem Transporter gelegen haben sollen. "Der Fahrer hat alles richtig gemacht."

hut/dpa

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