Baden-Württemberg Schwimmlehrer soll 40 Mädchen missbraucht haben

Ein Mann aus Baden-Baden soll seine Schwimmschülerinnen sexuell missbraucht haben. Die mutmaßlichen Opfer waren zwischen vier und acht Jahren alt.

Schwimmkurs (Symbolbild)
DPA

Schwimmkurs (Symbolbild)


Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden wirft einem Schwimmlehrer aus Baden-Württemberg mittlerweile Missbrauch in mehr als hundert Fällen vor. Der Mann war bereits im September wegen sechs mutmaßlichen Übergriffen festgenommen worden.

Inzwischen werden dem Mann Taten an 40 Mädchen im Alter zwischen vier und acht Jahren zur Last gelegt, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen werde von 136 Fällen ausgegangen, unter anderem im Raum Rastatt, Baden-Baden und Achern. Hinzugekommen seien zuletzt zwei Fälle aus Lörrach. Die Taten beging er mutmaßlich zwischen Oktober 2015 und September 2017.

In fünf Fällen legt die Staatsanwaltschaft dem Mann schweren sexuellen Missbrauch zur Last. Mindestens zwei seiner Opfer schüchterte er demnach massiv ein. "Er hat gedroht, dass er sie umbringt", sagte Sprecher Michael Klose. Der Schwimmlehrer hat laut Staatsanwaltschaft bislang kein Geständnis abgelegt. Zunächst habe er die Vorwürfe bestritten und dann geschwiegen.

Der Tatverdächtige war als selbstständiger Schwimmlehrer an verschiedenen Schwimmschulen tätig. Die Staatsanwaltschaft hatte schon im vergangenen Herbst klargemacht, dass mehr Kinder betroffen sein dürften als die sechs ursprünglichen Fälle. Sie teilte damals mit, sie gehe davon aus, dass die Taten unter Wasser, außerhalb des Beckens und auch in Umkleiden geschahen. Die Polizei hatte deshalb alle Eltern von Schülern des Mannes kontaktiert.

Staatsanwalt Klose kündigte an, dass seine Behörde vermutlich noch in der ersten Aprilhälfte Anklage erheben werde. Weil der Schwimmlehrer seine Opfer teils auch gefilmt haben soll, wird dem 33-Jährigen in 14 Fällen zudem Herstellung von kinderpornografischem Material und in zwei Fällen - wegen der Drohung - Nötigung vorgeworfen.

bbr/dpa



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