Baden-Württemberg Anklage gegen Schwimmlehrer wegen Kindesmissbrauchs in 195 Fällen

Ein Mann aus Baden-Baden soll seine Schwimmschülerinnen sexuell missbraucht haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben - die Rede ist von etlichen Fällen.


Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden hat einen Schwimmlehrer angeklagt. Sie wirft dem 33-Jährigen schweren sexuellen Missbrauch von Kindern in sechs Fällen und sexuellen Missbrauch in 195 Fällen vor. Der Verdächtige wird außerdem der Nötigung, der Herstellung kinderpornografischer Schriften und der Körperverletzung beschuldigt.

Der Schwimmlehrer soll sich an 40 Mädchen im Alter von vier bis zwölf Jahren an verschiedenen Orten in Baden vergangen haben - teilweise habe der 33-Jährige den Missbrauch im Schwimmunterricht mit einer Unterwasserkamera gefilmt.

Die Übergriffe sollen sich von Oktober 2015 bis kurz vor seiner Festnahme im September 2017 im Raum Rastatt, Baden-Baden, Achern und Lörrach ereignet haben. Mindestens zwei seiner Opfer schüchterte er demnach massiv ein. "Er hat gedroht, dass er sie umbringt", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Der Beschuldigte sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Neben einer Gefängnisstrafe fordert die Anklagebehörde auch eine Sicherheitsverwahrung.

jpz/dpa



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.