Bamberg - Der stellvertretende Pressesprecher des Erzbistums, Michael Kleiner, sprach von "in Arm nehmen bis hin zu körperlichem Anfassen". "Es gibt momentan keine Hinweise auf extreme Sachen wie Vergewaltigung", sagte Kleiner. Über die Zahl der Betroffenen machte er keine Angaben.
Der Priester ist seit dem 18. Juli beurlaubt, er trat am Mittwoch von seinem Amt als Leiter der Abteilung Pastorales Personal zurück. Erzbischof Ludwig Schick habe den Rücktritt angenommen, hieß es. Da der 63- Jährige als Domkapitular auch Angestellter Bayerns sei, müsse nun der Freistaat entscheiden, ob der Mann das Amt verlassen muss.
Die Staatsanwaltschaft Bamberg hat Ermittlungen aufgenommen und prüft auch, ob die möglichen Taten bereits verjährt sind.
Der Priester in einer höhergestellten Position soll sich zwischen 1976 und 1991 an den Jungen des katholischen Internats Ottonianum vergangen haben. Hier war der Mann von 1976 bis 1978 zunächst Präfekt, also Seelsorger und Ansprechpartner für die Gymnasiasten, bis 1991 dann Direktor.
Das Internat zur Förderung des Priesternachwuchses, in dem Jungen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren untergebracht waren, ist seit 1999 wegen mangelnder Auslastung geschlossen.
jdl/dpa
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Panorama | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Justiz | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH