"Weisse Wölfe Terrorcrew" Mutmaßliche Neonazis zu Haft- und Geldstrafen verurteilt

Es ging unter anderem um Körperverletzung, Sachbeschädigung und verfassungswidrige Symbole: In Bayern sind vier mutmaßliche Neonazis verurteilt worden - vom Hauptvorwurf wurden sie jedoch freigesprochen.


Das Landgericht Bamberg hat vier Personen, die als Mitglieder der rechtsradikalen Organisation "Weisse Wölfe Terrorcrew" (WWT) angeklagt waren, zu Haft- und Geldstrafen verurteilt. Vom Hauptvorwurf der Bildung einer kriminellen Vereinigung wurden die drei Männer und eine Frau in dem Prozess aber freigesprochen.

Es habe keine Nachweise gegeben, die eine Verurteilung in diesem Punkt gerechtfertigt hätten, sagte der Vorsitzende Richter. Auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten in ihren Plädoyers Freispruch von diesem Vorwurf gefordert.

Die Angeklagten im Alter von 24 bis 39 Jahren wurden jedoch auch unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verurteilt. Für die Delikte verhängte das Gericht gegen die männlichen Angeklagten Freiheitsstrafen zwischen einem Jahr und fünf Monaten zur Bewährung und drei Jahren. Die Frau wurde zu einer Geldstrafe von 1875 Euro verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

bbr/dpa

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