US-Präsident Obama: "Solche Gewalt, solches Übel ist sinnlos"

"Dies ist ein Tag für Gebete": Barack Obama hat den Angehörigen der Opfer einer Schießerei in einem Kino sein Beileid ausgesprochen. Die Tat erinnere daran, wie zerbrechlich das Leben sei. Der US-Präsident brach seine Wahlkampfreise ab.

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Präsident Obama: "Es wird andere Tage für Politik geben"

Fort Myers - US-Präsident Barack Obama hat mit bewegenden Worten der Opfer der Schießerei in einem Kino nahe Denver gedacht. "Es wird andere Tage für Politik geben", sagte er. "Dies ist, denke ich, ein Tag für Gebete und Reflexion." Er habe dem Bürgermeister von Aurora und dem Gouverneur von Colorado sein Mitgefühl ausgedrückt.

"Selbst wenn wir lernen, wie dies geschah und wer verantwortlich ist, werden wir vielleicht nie verstehen, was jemanden dazu bringt, seine Mitmenschen so zu terrorisieren", sagte Obama. "Solche Gewalt, solches Übel ist sinnlos. Es ist jenseits der Vernunft." Obama brach wegen der Schießerei seine Wahlkampfreise nach Florida ab, um ins Weiße Haus nach Washington zurückzukehren.

"Am Ende des Tages zählen nicht die trivialen Dinge", sagte Obama. "Was zählt, ist, wie wir einander behandeln und wie wir einander lieben." Die Tat sei eine Erinnerung daran, wie zerbrechlich das Leben sei und dass die US-Bürger "als eine amerikanische Familie vereint" seien. Die Regierung werde alles tun, um die Menschen in Aurora - dem Vorort von Denver, in dem die Schießerei stattfand - zu unterstützen.

Besonders erwähnte Obama die Eltern, die ihre Kinder verloren haben. Der Präsident gab seiner Ansprache eine persönliche Note, indem er auf seine Rolle als Vater einging. Seine Töchter Sasha und Malia gingen auch ins Kino - "was, wenn sie dort gewesen wären?"

Obama ließ auch eine schriftliche Mitteilung verbreiten. Seine Frau Michelle und er seien "geschockt und betrübt" von der "entsetzlichen und tragischen" Schießerei. Man werde alles daran setzen, Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, die Sicherheit der Bürger sicherzustellen und für jene zu sorgen, die verletzt worden seien.

Die Tat in Colorado gibt dem US-Präsidentschaftswahlkampf eine neue Wendung. Auch Obamas republikanischer Herausforderer Mitt Romney änderte seinen Terminplan, sagte Interviews ab und kondolierte den Angehörigen der Opfer.

ulz/dpa/AP/Reuters

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