Explosion bei BASF Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Verursacher

Ein 62-Jähriger soll im Herbst 2016 versehentlich ein Rohr angeschnitten haben und dadurch eine tödliche Explosion auf dem Gelände von BASF ausgelöst haben. Ihm drohen bis zu fünf Jahre Haft.

Explosion auf dem BASF-Werksgelände (Archiv)
DPA

Explosion auf dem BASF-Werksgelände (Archiv)


Rund eineinhalb Jahre nach einer Explosion bei BASF in Rheinland-Pfalz hat die Staatsanwaltschaft in Frankenthal Anklage gegen einen 62-Jährigen erhoben. Der Mitarbeiter einer Spezialfirma für Rohrleitungsbau soll am 17. Oktober 2016 eine falsche Leitung angeschnitten und damit die Explosion verursacht haben. Fünf Menschen starben, 45 wurden verletzt.

Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, ist der 62-Jährige wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung, fahrlässigen Körperverletzung und des fahrlässigen Herbeiführens einer Explosion angeklagt. Nach den bisherigen Ermittlungen soll er den Auftrag gehabt haben, eine entleerte Propylenleitung mit einem Winkelschleifer abzutrennen. die Staatsanwaltschaft wirft dem 62-Jährigen vor, aus Unachtsamkeit ein daneben liegendes Rohr aufgeschnitten zu haben. Das Gemisch in dieser Leitung lief demnach aus und entzündete sich durch den Funkenflug der Maschine.

Der Brand löste im Landeshafen Nord der BASF weitere Feuer in anderen Rohren aus. Schließlich explodierte eine Ethylen-Ferngasleitung. Auch der mutmaßliche Verursacher des Unglücks wurde schwer verletzt.

Das Landgericht Frankenthal entscheidet nun über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens. Dem 62-Jährigen droht eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.

bbr/dpa



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