Tausende Euro aus Fonds erschlichen Angebliches Bataclan-Opfer zu Freiheitsstrafe verurteilt

Er gab vor, Opfer des Anschlags auf das Pariser Bataclan gewesen zu sein und kassierte Zehntausende Euro. Nun hat ein Gericht einen Betrüger verurteilt.

Eingang des Bataclan (Archiv)
AP

Eingang des Bataclan (Archiv)


Ein französisches Gericht hat einen Mann, der sich als Opfer der Pariser Terroranschläge vom November 2015 ausgab, zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Gericht in Créteil südöstlich von Paris forderte von dem 29-jährigen Franzosen zudem die Zahlung einer Geldbuße von 20.000 Euro.

Jean-Luc B. hatte behauptet, den Anschlag auf den Musikklub Bataclan überlebt zu haben und sich so 77.000 Euro aus einem Opferfonds erschlichen. Bei dem Anschlag hatten Islamisten 130 Menschen getötet.

Zum Abschluss des Prozesses entschuldigte er sich bei den Opfern und den Verbänden, die sich für eine Entschädigung einsetzen. "Mir ging es nicht gut, meine Freundin hatte mich gerade verlassen", sagte B. in Anwesenheit mehrerer Opferfamilien.

Die Behörden hatten ihn auf die offizielle Opferliste aufgenommen, nachdem er eine Eintrittskarte für das Konzert der US-Band Eagles of Death Metal vorgelegt hatte, die am 13. November 2015 im Bataclan spielte. Das Ticket war jedoch gefälscht. Zudem hatte er sich als Freund einer Getöteten ausgegeben.

fek/AFP



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