Belgien Tote und Verletzte bei Schüssen in Lüttich

Im belgischen Lüttich sind zwei Polizisten erschossen worden. Auch der Angreifer und ein Passant wurden getötet. Ein terroristischer Hintergrund ist laut den Ermittlern möglich.

Straße, in der die Schüsse fielen, in Lüttich, Belgien
DPA

Straße, in der die Schüsse fielen, in Lüttich, Belgien


Ein Mann hat in Lüttich zwei Polizisten und einen Passanten erschossen, wie die Staatsanwaltschaft bestätigte. Der mutmaßliche Täter sei "neutralisiert" worden.

Bei dem getöteten Passanten handele es sich um den Beifahrer eines Autos, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die lokale Polizei. Zwei weitere Polizisten seien verletzt worden.

Der belgische Innenminister Johan Jambon teilte auf Twitter mit, dass das Krisenzentrum IBZ die Situation überprüfe. Ein Sprecher des IBZ sagte, Terrorismus sei ein mögliches Motiv, aber im Moment seien alle Szenarien möglich. Laut der Nachrichtenagentur dpa hat jedoch die belgische Anti-Terror-Behörde die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

Die Terrorwarnstufe werde vorerst nicht erhöht, sondern bleibe auf Stufe zwei. Sie bedeutet, dass ein Anschlag als "wenig wahrscheinlich" gilt.

Der genaue Ablauf ist noch unklar, wie Regierungschef Charles Michel dem Sender RTL sagte. So ist auch offen, wie und wann der Mann die tödlichen Schüsse auf die Polizisten und den Mann abgegeben haben soll.

Die Nachrichtenagentur Belga berichtete, gegen 10.30 Uhr seien in der Innenstadt von Lüttich Schüsse gefallen. Anschließend sei der Mann geflohen und habe in einer Schule eine Putzfrau als Geisel genommen. Eine Spezialeinheit habe den Mann nach kurzer Zeit erschossen.

Die Schüler des Lütticher Gymnasiums seien in Sicherheit, sagte der Bürgermeister von Lüttich, Willy Demeyer, laut Belga. Zum Motiv des Täters ist nichts bekannt.

bbr/Reuters/dpa

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