Angebliches Zuhälter-Netzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein

"Keine eigenen Wahrnehmungen, sondern Gerüchte" - laut Staatsanwaltschaft gibt es keine konkreten Hinweise auf ein Zuhälternetzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen.

Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin-Wilmersdorf
DPA

Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin-Wilmersdorf


Im Herbst 2017 erregte ein ZDF-Bericht über ein angebliches Zuhälternetzwerk in Berliner Flüchtlingsheimen Aufsehen. Der Sendung "Frontal 21" zufolge hätten Mitarbeiter von Sicherheitsfirmen Flüchtlinge dazu gebracht, sich zu prostituieren. Nun hat die Staatsanwaltschaft das Ermittlungsverfahren eingestellt.

Gegenwärtig fehle es an "konkreten Anhaltspunkten für das Vorliegen einer Straftat", heißt es in einem Schreiben der Staatsanwaltschaft Berlin. Befragungen von in dem Bericht zitierten Personen hätten ergeben, dass diese "keine eigenen Wahrnehmungen geschildert haben, sondern Gerüchte, die 'in der Szene kursieren' weiter verbreitet haben".

Niemand habe konkrete Fälle schildern können. Deshalb erscheine es fraglich, ob die in dem Fernsehbeitrag angedeuteten Straftaten "tatsächlich geschehen oder geplant sind". Das ZDF teilte laut "Berliner Zeitung" mit, seriös gearbeitet zu haben. Mehrere Quellen hätten die Geschichte so erzählt, wie sie berichtet wurde.

Die Initiative "Freiwillige helfen im Rathaus Wilmersdorf" hatten schon im vergangenen Herbst Zweifel an dem ZDF-Bericht geäußert. So gaben sie sich auch jetzt erleichtert: "Wir sind über diesen Ermittlungsstand, der unsere Aussagen bestätigt, sehr glücklich, denn der Vorwurf hat auch die Ehrenamtlichen persönlich belastet."

bbr



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