Prügelattacke an Berliner U-Bahnhof Angeklagte gestehen Angriff auf Touristen

In Berlin stehen zwei Männer vor Gericht, weil sie im Jahr 2015 einen Touristen geschlagen und getreten haben sollen. Zum Prozessauftakt haben die Angeklagten die Tat gestanden.

Amtsgericht Tiergarten
DPA

Amtsgericht Tiergarten


Fast drei Jahre nach einem gewalttätigen Übergriff auf einen Touristen an einem Kreuzberger U-Bahnhof hat im Amtsgericht Tiergarten der Prozess gegen die beiden Tatverdächtigen begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen gefährliche Körperverletzung vor. Das 26 Jahre alte Opfer aus Italien hatte im Mai 2015 schwere Kopfverletzungen erlitten.

Nach einer Öffentlichkeitsfahndung im Herbst 2016 mit Bildern von Überwachungskameras hatten sich die mutmaßlichen Täter gestellt. Als sie das Video bei der Polizei sahen, seien sie entsetzt über ihre Gewalttat gewesen. "Ich hatte es ganz anders in Erinnerung", soll einer der Männer gesagt haben.

Er habe den Mann auf einer Treppe mit der Faust niedergeschlagen, sagte ein 27 Jahre alter Angeklagter nun zu Prozessbeginn. Zu der Tat sei es gekommen, weil er den Touristen irrtümlich einer Gruppe zugeordnet habe, die ihn zuvor angegriffen habe. Der ebenfalls 27 Jahre alte Mitangeklagte gab Tritte gegen das Opfer zu. Eine Erklärung für die Gewalttat habe er nicht.

"Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich auf dem Boden lag und jemand auf meinen Kopf trat", sagte das Opfer. Der Mann musste nach der Tat knapp zwei Wochen in einem Krankenhaus behandelt werden.

bbr/dpa

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