Berlin-Neukölln Brandanschläge gegen Linkenpolitiker und Buchhändler

Es war nicht der erste Anschlag dieser Art: In Berlin-Neukölln brannten zwei Autos aus. Politiker vermuten, dass die Täter der rechten Szene angehören.

Brennendes Fahrzeug in der Garage von Linken-Politiker Ferat Kocak
DPA/ Die Linke Berlin

Brennendes Fahrzeug in der Garage von Linken-Politiker Ferat Kocak


In Neukölln haben Unbekannte in der Nacht auf Donnerstag zwei Autos angezündet. Die Fahrzeuge, die komplett ausbrannten, gehörten laut Berliner Medienberichten dem Linkenpolitiker Ferat Kocak und einem Buchhändler, der sich gegen Rassismus und Rechtspopulismus engagiert.

Anwohner hatten nach Angaben der Polizei die Rauch- und Flammenentwicklung an Kocaks Smart, der in einem Carport neben seinem Haus stand, entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert.

Der Bezirksverband der Linken geht davon aus, dass es sich bei den Anschlägen um Täter aus dem rechtsextremen Spektrum handelt, teilten sie auf ihrer Homepage mit. "Wir sagen Nein zu rechter Gewalt. Der Brandanschlag gegen Ferat Kocak war versuchter Mord", heißt es in dem Schreiben.

Gleichzeitig kritisiert die Partei die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft: "Der infragekommende Täterkreis ist seit Monaten bekannt und trotzdem fühlen sich die Nazis so sicher, dass sie immer neue Anschläge begehen".

Laut einem Bericht des "Tagesspiegels" häuften sich in Neukölln im vergangenen Jahr rechte Straftaten. Auch Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) schrieb auf Facebook von einer "rechten Gewaltserie". Die Polizei teilte mit, dass der Staatschutz beim Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen habe.

bbr

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