Tödliche Verfolgungsjagd in Berlin Raser wegen Mordes angeklagt

Mit stark überhöhter Geschwindigkeit verursachte ein Mann in Berlin eine Kollision. Zwei Menschen starben. Nun wird gegen den Fahrer Anklage erhoben - unter anderem wegen Mordes und Verkehrsgefährdung.

Unfallort in Berlin-Charlottenburg
DPA

Unfallort in Berlin-Charlottenburg


Anfang Juni starben bei einer Verfolgungsfahrt durch Berlin-Charlottenburg zwei Menschen. Der Fahrer des Wagens, ein 27-Jähriger, muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht Berlin verantworten, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Zudem klagt sie Milinko P. wegen fahrlässiger Tötung, Verkehrsgefährdung und eines verbotenen Autorennens an. Der Angeklagte soll eine rote Ampel überfahren und eine 23-jährige Passantin getötet haben.

Mit 80 Kilometern pro Stunde durch eine Tempo-30-Zone

Auch der Beifahrer des Beschuldigten wurde bei der Kollision getötet. Sie setzte am 6. Juni P.s Flucht ein jähes Ende. Er war zuvor laut Staatsanwaltschaft in ein Baustellenfahrzeug eingebrochen, um Werkzeuge zu stehlen. Bei der folgenden Fluchtfahrt habe P. einen Polizisten angefahren und sei mit rund 80 Kilometern pro Stunde durch eine Tempo-30-Zone gerast.

Drei weitere Verkehrsteilnehmer seien ebenfalls durch P.s riskantes Fahrverhalten verletzt und fünf Fahrzeuge erheblich beschädigt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. P. wurde am Ende der Fahrt festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

sen/AFP



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