Vor Reichstag in Berlin Chinesische Touristen zeigen Hitlergruß - Festnahme

Sie posierten vor dem Reichstag, fotografierten sich gegenseitig - und streckten den Arm zum Hitlergruß: Gegen zwei Touristen aus China ist ein Strafverfahren eingeleitet worden.

Reichstagsgebäude in Berlin
picture alliance / dpa

Reichstagsgebäude in Berlin


Zwei Streifenpolizisten alarmierten am Samstagvormittag ihre Kollegen in Berlin-Mitte: Sie hatten beobachtet, wie sich vor dem Reichstag zwei Touristen mit ihren Smartphones fotografierten und dabei den Hitlergruß zeigten.

Die beiden Chinesen, 36 und 49 Jahre alt, wurden daraufhin festgenommen. Die Männer wurden vernommen und konnten nach Zahlung einer richterlich angeordneten Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 500 Euro die Dienststelle wieder verlassen.

Gegen die Urlauber wurden Strafverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingeleitet.

Der Hitlergruß, also das Hochrecken des ausgestreckten Armes, wurde in Deutschland und Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg verboten und nach Paragraf 86a des Strafgesetzbuches (Verwenden von Kennzeichen verfassungsfeindlicher Organisationen) und Paragraf 130 (Volksverhetzung) unter Strafe gestellt. Das Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole kann mit bis zu drei Jahren Gefängnis geahndet werden.

lgr/dpa

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