Paketbombe in Berlin Ermittler vermuten DHL-Erpresser als Täter

Ein an die Berliner Handwerkskammer geschicktes Paket mit Sprengstoff geht offenbar auf das Konto des DHL-Erpressers. Bereits seit November fahndet die Polizei nach dem Täter.

Handwerkskammer Berlin
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Nach dem Fund eines Päckchens mit Sprengmaterial in Berlin gehen die Ermittler von einer neuen Tat des DHL-Erpressers aus. "Mit höchster Wahrscheinlichkeit stammt das Päckchen von dem oder den Tätern, die den Paketdienstleister DHL um einen Millionenbetrag erpressen wollen", sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst.

Zu diesem Schluss führten Ermittlungen von Berliner Polizeibeamten und der Brandenburger Sonderkommission "Quer" am Osterwochenende. Das zündfähige Sprengstoffpäckchen war am Gründonnerstag in einem Briefkasten der Handwerkskammer in Berlin-Kreuzberg entdeckt worden. Experten entschärften den kleinen Sprengsatz.

"Damit ist es der vierte Fall für die Sonderkommission", sagte Herbst. Das Brandenburger Landeskriminalamt fahndet seit Monaten mit rund 50 Beamten nach dem oder den Erpressern. Weitere Einzelheiten zu den Ermittlungen wollte Herbst aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen.

Anfang Dezember hatte ein verdächtiges Paket bei einem Potsdamer Apotheker in der Nähe des Weihnachtsmarkts Aufregung ausgelöst. Es befanden sich Hunderte Nägel, ein Feuerwerkskörper und ein verschlüsselter Erpresserbrief darin. Bereits Anfang November war laut Polizei ein ähnliches Paket an einen Online-Händler in Frankfurt (Oder) gesendet worden. Mitte Januar wurde eine weitere explosive Sendung in einer Berliner Bank gefunden.

bbr/dpa



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