JVA Plötzensee Zwei weitere Gefängnisausbrecher stellen sich

Aus der Berliner JVA Plötzensee entkamen innerhalb weniger Tage mehrere Häftlinge. Jetzt sind zwei weitere Ausbrecher in das Gefängnis zurückgekehrt. Drei Männer sind noch auf der Flucht.

Justizvollzugsanstalt Plötzensee
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Justizvollzugsanstalt Plötzensee


Nach der Flucht von neun Inhaftierten aus dem Berliner Gefängnis Plötzensee innerhalb weniger Tage haben sich zwei weitere Häftlinge zurückgemeldet, die am 28. Dezember dort ausgebrochen waren. Das teilte die Senatsverwaltung für Justiz mit.

Am Nachmittag hatte die Polizei bereits einen 21-Jährigen festgenommen, der am 1. Januar aus dem offenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt entwichen war. Auf der Flucht sind derzeit noch drei von ehemals neun Gefangenen, die in den vergangenen Tagen aus dem geschlossenen und dem offenen Bereich des Gefängnisses entwichen waren. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hatte vormittags bei einem Ortstermin in Plötzensee Rücktrittsforderungen der Opposition zurückgewiesen.

Die Polizei fahndet seit dem Gefängnisausbruch am 28.12. nach den Insassen. Vier Männer hatten in einem Heizungsraum der Anstalt zunächst den Betonmittelpfosten einer 70 mal 30 Zentimeter großen Lüftungsöffnung an der Außenmauer mit einem schweren Hammer zerschlagen.

Anschließend durchtrennten sie den vom Beton freigelegten Stahl mit einer Flex. Schließlich zwängten sie sich durch die enge Öffnung ins Freie und krochen unter dem Außenzaun der Justizvollzugsanstalt hindurch in die Freiheit. Neben den vier Ausbrechern waren außerdem fünf Männer aus dem offenen Vollzug verschwunden.

bbr/dpa

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Hamberliner 04.01.2018
1. Knäste wegen Schwarzfahrern überlastet
Jetzt lese ich zu meiner Überraschung den Hinweis des Deutschen Richterbunds, die Knäste seien wegen des hohen Schwarzfahrer-Anteils überlastet und den Vorschlag, die Gesetze so zu ändern dass Schwarzfahren kein Straftatbestand mehr ist. Bevor ich mir zu dem Vorschlag eine Meinung bilde fällt mir zweierlei auf: Damals in den 1990ern war es in Berlin noch so, dass aus einmal Schwarzfahren und vielen vielen Mahnungen irgendwann die Forderung irgendeines bayrischen Inkassobüros über hunderte DM eskalieren konnte. Das war zwar keine Eigenerfahrung, aber ich habe den Papierkram mit eigenen Augen gesehen. Ich schlussfolgere daraus, dass man damals noch nicht sofort in den Knast musste. Hat sich etwas geändert? Vor allem fällt mir auf: in anderen Ländern ist der Zutritt zur U-Bahn durch ein Zutritts-System gesichert. Warum können wir das nicht? Nein, Rollstühle, Fahrräder und Kinderwagen sind kein Hinderungsgrund, wenn man seinen Ingenieursverstand bemüht.
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