Berlin-Kreuzberg Junge soll in Spritze mit HIV-infiziertem Blut getreten sein

Durch den Schuh eines Fünfjährigen hat sich in Berlin eine Spritze gebohrt. An dieser soll sich HIV-infiziertes Blut befunden haben. Die Polizei prüft den Fall.


In Berlin-Kreuzberg hat sich ein Fünfjähriger in einer Grünanlage offenbar an einer Spritze mit HIV-infiziertem Blut verletzt, wie mehrere Medien berichteten. "Der Sachverhalt ist uns bekannt", bestätigte ein Sprecher der Berliner Polizei dem SPIEGEL. Man prüfe unter anderem, ob der Straftatbestand der fahrlässigen Körperverletzung vorliege.

Die "Bild"-Zeitung berichtete, dass sich die Nadel der Spritze durch den Turnschuh des Jungen in seinen Zeh gebohrt hatte. Die Mutter des Kindes sei daraufhin sofort mit ihm in ein Krankenhaus gefahren. Per Schnellcheck sei festgestellt worden, dass sich an der Spritze HI-Viren befänden.

Das Risiko, dass sich der Junge infiziert habe, ist jedoch offenbar eher gering. Ulrich Baumann von der Medizinischen Hochschule Hannover sagte laut der "Berliner Zeitung": "In den letzten 25 Jahren ist keine einzige HIV-Übertragung durch solche Nadelstichverletzungen bekannt geworden."

Die Grünanlage, in der der Fünfjährige sich verletzte, sei bei Drogenkonsumenten beliebt, schrieben mehrere Medien übereinstimmend. Laut dem Sprecher der Polizei handele es sich um ein nichtöffentliches Areal. Das somit nicht in die Zuständigkeit des Bezirksamts falle. Die zuständige Hausverwaltung habe das Gelände reinigen lassen.

bbr

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