Berlin Lokführer in S-Bahn brutal zusammengeschlagen

Zwei junge Männer haben einen Lokführer in einem Berliner S-Bahn-Zug brutal zusammengeschlagen. Das Opfer hatte einen der Männer aufgefordert, seine Zigarette im Zug auszumachen.


Berlin - Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Samstag, wurde aber erst heute bekannt. "Das Opfer trug noch seine Dienstuniform, war aber schon auf dem Heimweg und saß zufällig in dem Abteil", sagte ein Sprecher der Bundespolizei, Jörg Kunzendorf, SPIEGEL ONLINE. Laut Angaben der Polizei sind die beiden jungen Männer um 7:25 am S-Bahnhof Ostkreuz in eine Bahn der Linie 7 gestiegen.

Phantombild der Polizei: Die Täter sollen zwischen 17 und 25 Jahre alt sein.
Bundespolizeiamt Berlin

Phantombild der Polizei: Die Täter sollen zwischen 17 und 25 Jahre alt sein.

Als der Zugführer einen der beiden Männer aufforderte, in dem Zug die Zigarette auszumachen, schlug der ihm unvermittelt mehrmals mit der Faust ins Gesicht. Der 48-Jährige fiel zu Boden und wurde von dem zweiten Mann festgehalten. Der Schläger trat ihm daraufhin mehrfach ins Gesicht.

An einem Bahnhof konnte sich der Bahnangestellte aus dem Zug retten. Seine schweren Gesichtsverletzungen mussten drei Tage stationär im Krankenhaus behandelt werden. Die Täter fuhren mit der S-Bahn weiter in Richtung Ahrensfelde.

Der Schläger und ein Mittäter sollen zwischen 17 und 25 Jahren alt sein und Deutsch mit russischem Akzent sprechen. Die Fahndung nach den Tätern blieb bislang erfolglos.

han/dpa



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